HANDBALL

SønderjyskE vergibt den ersten Matchball

SønderjyskE vergibt den ersten Matchball

SønderjyskE vergibt den ersten Matchball

hdj
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
SønderjyskE wurde in der zweiten Hälfte von EH Aalborg ausgebremst. Foto: Karin Riggelsen

Die hellblauen Handballerinnen haben am Donnerstag nach einer guten ersten Hälfte die Trümpfe im Aufstiegsrennen aus der Hand gegeben. Durch die 28:30-Niederlage kommt es am Sonntag zum Finale um die Relegationsspiele.

Die Handballerinnen von SønderjyskE haben das zweite Playoff-Spiel gegen EH Aalborg mit 28:30 verloren und müssen am Sonntag zum entscheidenden dritten Spiel in Aalborg antreten. Nach einer überzeugenden ersten Hälfte verloren die Hellblauen die Nerven – und das Spiel.

Traurig, wütend und enttäuscht verließen die SønderjyskE-Spielerinnen das Feld. Foto: Karin Riggelsen

„Hauptsache gewinnen"

„Mir ist es eigentlich egal, ob es ein gutes oder ein schlechtes Spiel wird. Hauptsache, wir gewinnen“, sagte SønderjyskE's Trainer Peter Nielsen vor dem zweiten Playoff-Spiel gegen EH Aalborg.

Wie seine Mannschaft in der Anfangsphase der Partie spielte, konnte dem Coach allerdings keineswegs egal sein. Obwohl Aalborg alles andere als druckvoll in der Abwehr agierte, wirkte SønderjyskE im Angriff nicht gerade ligareif.

Der Spielaufbau war zu langsam und wirkte nicht besonders selbstbewusst. Auch die Abschlüsse ließen zu wünschen übrig. Es war Torhüterin Alberte Stenderup Rasmussen zu verdanken, dass die Hellblauen nicht früh in Rückstand gerieten.

Aalborg machte die Mitte erfolgreich dicht – sie hatten aus dem Hinspiel gelernt, dass man SønderjyskE's Rückraum nicht frei spielen lassen darf.

Auch Stella Kate Muir fand in der zweiten Hälfte nur selten eine passende Anspielstation. Foto: Karin Riggelsen

Die passende Antwort

Die Teams neutralisierten sich weitestgehend gegenseitig; bis SønderjyskE nach 20 Minuten begann, ihre Angriffe in Überzahl zu spielen. Peter Nielsen hatte das richtige Mittel gefunden, um Aalborgs Abwehrriegel zu knacken und SønderjyskE traf viermal in den ersten fünf Versuchen. Hinten sorgte Alberte Rasmussen mit weiteren Paraden dafür, dass SønderjyskE mit einer verdienten 16:12-Führung in die Pause gehen konnte.

SønderjyskE hatte die passende Antwort gefunden – das letzte Wort war allerdings noch nicht gesprochen.

Aalborg kam stärker aus der Kabine und SønderjyskE's Überzahlspiel funktionierte nicht mehr. Die Fehler wurden mehr und die Hellblauen wurden ein ums andere Mal ausgekontert. Doch die Hellblauen hielten an ihrem Überzahlspiel fest.

Spannende Schlussphase

Nach 38 Minuten stand es erstmals Unentschieden, nach 45 Minuten lag SønderjyskE hinten. Die Gäste hatten das Spiel gedreht und versuchten nun, durch langsame Angriffe über die Zeit zu bringen.

Es ging weiter hin und her: Nach 52 Minuten führte SønderjyskE wieder, zwei Minuten später lagen sie wieder hinten. Ein Unentschieden würde reichen, um sich für die Relegationsspiele zu qualifizieren.

Auch wegschauen half nicht. Foto: Karin Riggelsen

Doch daraus wurde nichts: Am Ende erzielte die Ex-SønderjyskE-Spielerin Rikke Hoffbeck das Tor zur vorentscheidenden Zwei-Tore-Führung.

Das Spiel endete 28:30 und SønderjyskE muss schon am Sonntag zum entscheidenden dritten Spiel in Aalborg antreten.

Die Tore für SønderjyskE erzielten Lene Østergaard (8), Pernille Johannsen (4), Sofie Schelde-Rasmussen (3/1), Frida Nygaard (3), Ricka Falk Gindrup (2), Jackie Moreno (2), Stella Kate Muir (2), Camilla Aastrup (2) und Cecilie Bjerre (2).

Mehr lesen