HANDBALL

SønderjyskE siegt sensationell nach Riesendrama

SønderjyskE siegt sensationell nach Riesendrama

SønderjyskE siegt sensationell nach Riesendrama

Sonderburg/Sønderborg
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Tobias Møller zeigte sich gewohnt sicher vom Sieben-Meter-Punkt. Foto: Karin Riggelsen

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Die hellblauen Handballer sind perfekt in die neue Saison gestartet. Mit einer unglaublichen Energieleistung und einem frenetischen Heimpublikum im Rücken gelang ein sensationeller 29:28-Sieg gegen den amtierenden Meister.

Die Handballer von SønderjyskE haben einen Traumstart in die neue Saison hingelegt: Die Hellblauen haben den dänischen Meister Aalborg am Donnerstagabend mit 29:28 besiegt. Nach starken 50 Minuten und einer Sechs-Tore-Führung wurde es am Ende noch einmal wahnsinnig eng.

Knapp 2.000 Zuschauer hatten sich am Donnerstagabend auf den Weg gemacht, um SønderjyskEs erstes Spiel der neuen Saison im Skansen zu sehen. Und sie bekamen einiges geboten.

SønderjyskE ging gegen den Champions-League-Finalisten als krasser Außenseiter in die Partie, begann aber eindrucksvoll. Ob es Mut der Verzweiflung war oder ein gesundes Selbstbewusstsein, lässt sich schwer sagen.

Es ging zur Sache im Skansen in Sonderburg. Foto: Karin Riggelsen

Fans peitschen das Team nach vorne

Der lange vermisste und heiß ersehnte Lärm der Zuschauer tat sicher sein Übriges. 2.000 Fans peitschten die Hellblauen nach vorne und die legten einen Traumstart hin – zumindest defensiv.

Nach zehn Minuten führte das Heimteam mit 5:3, der neue Keeper Kasper Larsen hatte zu diesem Zeitpunkt bereits vier Paraden vorzuweisen.

Zudem bewahrheitete sich die Hoffnung der Hellblauen, dass der dänische Meister noch nicht so gut eingespielt sein könnte wegen der kürzeren Vorbereitung der vielen Olympiafahrer.

Aalborg machte ungewohnt viele Fehler, SønderjyskE verpasste allerdings die Gelegenheit, sich schon in der ersten Halbzeit abzusetzen.

Es lag was in der Luft

Dabei muss erwähnt werden, dass die Hellblauen vier mehr oder weniger nachvollziehbare Zwei-Minutenstrafen kassierten. Unter diesen Umständen ist ein 14:14 zur Halbzeit gegen Aalborg ein großartiger Zwischenstand. Und der machte Mut auf mehr.

SønderjyskE kam wieder mit viel Energie aus der Kabine, nutzte seine Möglichkeiten und führte nach 40 Minuten mit 20:16. Da lag was in der Luft.

Aber Aalborg war zu dem Zeitpunkt weit unter seinen Möglichkeiten geblieben und eine Steigerung nur eine Frage der Zeit. Doch genau diese lief ihnen davon. Und sie machten weiter Fehler.

Kristian Stranden riss immer wieder Löcher in Aalborgs Abwehrblock. Foto: Karin Riggelsen

Starker Rückraum

SønderjyskE hingegen fand immer wieder den Weg durch den Aalborg-Block. Kristian Stranden und Noah Gaudin zeigten sich ebenso treffsicher wie der starke Frederik Ladefoged am Kreis.

Bei 28:22 nach 50 Minuten wurde im Publikum aus gespannter Hoffnung konkrete Vorfreude.

Das konnte doch nicht mehr schiefgehen, oder? Konnte es zwar, tat es aber nicht.

Eine schwächere Phase, an dessen Ende Aalborg auf drei Tore herangekommen war, beendete Jan Pytlick mit einem Timeout.

Drama am Ende

Aalborg probierte sich im Überzahlspiel und kam immer näher ran. Gefährlich nahe. Bis auf ein Tor, als Aalborg einen Siebenmeter zugesprochen bekam.

Buster Juul trat an. Kasper Larsen hielt. Die Halle wackelte und SønderjyskE konnte mit einem weiteren Angriff das Spiel entscheiden.

Das Anspiel an Alec Smit am Kreis ging verloren und Aalborg konnte im Gegenzug frei vom Flügel abschließen. Larsen hielt erneut. Das Spiel war aus! Und keiner der 1.926 Zuschauer wollte nach Hause.

Kleiner Trost: Es war erst das erste von 14 Heimspielen in dieser Saison. So kann es weitergehen.

SønderjyskE – Aalborg (14:14) 29:28

SønderjyskE: Kasper Larsen, Malthe Kronborg, Thomas Mogensen (2), Andreas Lang (2), Sveinn Johannsson (2), Nikolaj Svalastog, Oliver Nøddesbo Eggert (1), Frederik Ladefoged (5), Morten Bjørnshauge, Malthe Damgaard, Marcus Dahlin (1), Kristian Stranden (5), Alec Smit (3), Viktor Nevers, Noah Gaudin (6), Tobias Møller (2/2).

Aalborg: Simon Gade, Mikael Aggefors – Benjamin Jakobsen (1), Jonas Samuelsson, Aron Palmarsson (4), Sebastian Barthold (1), Felix Claar (5), Jesper Nielsen (1), Lukas Sandell (3), Nikolaj Læsø, Andreas Holst Jensen, Martin Larsen (1), Kristian Bjørnsen (3), Henrik Møllgaard (1), Rene Antonsen (5), Buster Juul (3).

Zeitstrafen 4:1. Siebenmeter 2:1. Schiedsrichter: Lars Hansen, Klaus Andersen. Zuschauer: 1.926.

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