Handball

SønderjyskE belohnt sich nicht

SønderjyskE belohnt sich nicht

SønderjyskE belohnt sich nicht

Timo Fleth
Timo Fleth Volontär
Aalborg
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Foto: Karin Riggelsen

Die hellblauen Handballer machen nach einer starken ersten Halbzeit am Ende zu viele Fehler und verlieren 24:28 in Aalborg.

Die SønderjyskE-Handballer mussten die Heimreise aus Aalborg nach der 24:28-Niederlage ohne Punkte antreten. Dabei hatten die Hellblauen bis zur Pause, durch schnelles und kreatives Offensiv-Spiel die Hoffnung auf zählbares genährt. Doch ein zu fehlerhafter Beginn in die zweite Halbzeit hat eine gute Vorstellung zu Nichte gemacht und den Vorsprung der Gastgeber am Ende zu groß werden lassen.

Der Meister der Vorsaison ist nur schleppend in die Saison gestartet, hat aber zuletzt in der Champions League gegen die SG Flensburg-Handewitt eine starke Leistung abgerufen. Bange machen galt aber für die auch gegen Aarhus am vergangenen Spieltag 45 Minuten gut aufspielenden SønderjyskE-Handballer nicht.

Die Hellblauen brauchten allerdings einige Minuten, um richtig auf Betriebstemperatur zu sein, spielten dann aber auf Augenhöhe mit. Allen voran der aus der abgelaufenen Saison kaum wiederzuerkennende Angriff fand immer wieder die Lücken in der Defensive der Hausherren. Unerheblich, ob zuerst Claus Kjeldgaard oder später der agile Chris Holm Jørgensen die Zügel in der Hand hatten. Lediglich eine Phase von fünf Minuten ohne Torerfolg verhinderte beim 14:14 eine Führung zur Pause. Hilfreich dabei sicher auch Torhüter Thorsten Fries, der neben zwei Strafwürfen noch etliche freie Bälle hielt. Da fiel es in der ersten Halbzeit auch nicht ins Gewicht, dass die Gastgeber immer wieder den Weg über den Kreis zum Tor fanden.

Den Wiederbeginn verschliefen die Gäste aber. Den enormen Spielwitz der ersten Hälfte hatten die Hellblauen dabei nur zum Teil wieder aus der Kabine bekommen. Die erspielten Halbchancen wurden somit häufig zur sicheren Beute von Søren Pedersen und die Gastgeber konnten sich das erste Mal nach 40 Minuten mit drei Treffern auf 19:16 absetzen. Die Gäste kämpften um den Anschluss, doch die fehlende Chancenverwertung machte SønderjyskE das Leben schwer. Thorsten Fries hatte noch immer ordentliche Arbeitsbedingungen hinter der Abwehrreihe der Gäste und hielt die Hellblauen damit noch in Schlagdistanz.

SønderjyskE-Trainer Kasper Christensen lies dabei nichts unversucht und stellte die Abwehr auf 5:1 um und versuchte sich im Angriff auch im sieben gegen sechs. Doch es reichte nicht, um den Rückstand endscheidend zu verringern.

Am Ende stand für die SønderjyskE-Handballer eine 24:28-Niederlage zu Buche, die nach einer sehr starken ersten Halbzeit nicht hätte sein müssen. Eine zu schwache Chancenverwertung und die aufkommende Ungeduld verhinderten einen nicht unmöglichen Sieg. Dabei zeigten die Hellblauen immer wieder ihr Potenzial, wenn das noch konstanter abgerufen werden kann, warten noch viele Erfolge auf SønderjyskE.

Aalborg Håndbold – SønderjyskE (14:14) 28:24
Aalborg Håndbold: Søren Pedersen, Mikael Aggefors – Janus Smarason, Patrick Wiesmach (10), Sebastian Barthold, Martin Larsen (4), Jakob Hessellund, Simon Hald Jensen (5), Magnus Saugstrup (1), Andreas Holst Jensen (1), Tobias Ellebæk, Lovro Jotic (5/1), Arnor Atlason, Jesper Meinby, René Antonsen, Buster Juul (2).
SønderjyskE: Christian Lynggaard, Thorsten Fries – Alexander Hansen (4), Mattias Thynell (3), Simon Kristiansen (1), Nikolai Emil Keller, Claus Kjeldgaard, Frederik Børm, Christian Jensen (1), Jacob Lyck, Christoffer Fors (1/1), Kenneth Bach Hansen, Adam Nyfjäll (1), Aaron Mensing (1), Chris Holm Jørgensen (4), Mikkel Kjær Møller (8/3).
Zeitstrafen: 4:4. Siebenmeter: 3:6.
Schiedsrichter: Per Olesen/Nicklas Mark Pedersen. Zuschauer: 3.463.

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