Handball

Sieg im Spitzenspiel

Timo Fleth
Timo Fleth Volontär
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Leonora Demaj brachte die Wende für die SønderjyskE-Handballerinnen. Foto: Karin Riggelsen

Die SønderjyskE-Handballerinnen haben sich im Spiel gegen den direkten Konkurrenten um den Aufstieg von Hadsten in einer emotionalen Partie mit 24:21 durchgesetzt.

Die SønderjyskE-Handballerinnen haben im Topspiel der 1. Division die Oberhand behalten. Gegen Hadsten reichte es am Ende einer emotionsgeladenen Partie zu einem 24:21-Erfolg. Dabei machten sich die Gastgeberinnen nach einer ordentlichen ersten Hälfte in der zweiten Halbzeit das Leben schwer. Eine Unterzahl reichte, um das zuvor sichere Konstrukt ins wanken zu bringen, gefallen sind die Hellblauen jedoch nicht.

"Wir sind nach der unglücklichen Niederlage am Wochenende zuvor wieder aufgestanden. Wir waren nicht ängstlich und mental immer auf der Höhe. Gerade für die Mannschaften in der Spitze sind Siege in Heimspielen Pflicht, da kann man schon mal verkrampfen. Selbst die vielen vergebenen Möglichkeiten zu Beginn der zweiten Halbzeit haben uns aber nicht aus der Bahn geworfen. Wir konnten Hadsten über die gesamte Spielzeit auch mit frischen Spielerinnen von der Bank unter Druck setzten. Ich gehe in jedem Fall mit einem sehr guten Gefühl aus dem Spiel", so SønderjyskE-Trainerin Olivera Kecman mit einem lächeln.

Kurz vor der Pause hatten die Gastgeberinnen dabei ihre beste Phase. Mit einem 4:0-Zwischenspurt sicherte sich SønderjyskE die 15:10-Halbzeitführung. Danach hatte es zu Beginn noch nicht ausgesehen. Zwar kam die Heimmannschaft gestützt auf eine ordentliche Defensive besser in die Partie, doch die Herrlichkeit hielt nicht lange an. Die Gäste ließen sich nicht aus dem Konzept bringen und spulten ihren Stiefel souverän herunter. Wäre nicht der Torhüterwechsel von Renötudottir auf Rompen und die Einwechslung von Leonora Demaj gekommen, die Gäste hätten sicherlich mit mehr als zwei Treffern geführt. So kämpften sich die Hausherrinnen aber wieder zurück und fanden in der Offensive immer häufiger den richtigen Schlüssel und mit dem Schlussspurt auch die komfortable Führung.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit fielen die Treffer wie reife Früchte. Keine der beiden Mannschaften hatte den Biss in der Abwehr aus der ersten Halbzeit mit in die Zweite nehmen können. Zudem funktionierten die Gastgeberinnen in Unterzahl gar nicht und die Gäste hatten nach 40 Minuten ausgeglichen. Doch dann kamen bei beiden Mannschaften die Nerven ins Spiel. Weder im sieben gegen sechs noch im etablierten Spiel wurden sich gute Chancen erspielt und wenn doch, dann an den Torhüterinnen gescheitert.

Erst eine Zeitstrafe der Gäste verlieh der Heimmannschaft Flügel und SønderjyskE konnte sich vorentscheidend mit vier Treffern absetzen. Am Ende wurde mit Glück, Geschick und einer stark haltenden Claudia Rampen der 24:21-Sieg in trockene Tücher gebracht und die weiterhin gute Ausgangsposition im Kampf um den Aufstieg gesichert.

SønderjyskE – Hadsten (15:10) 24:21

SønderjyskE: Claudia Rompen (1), Hafdis Renötudottir – Yasmin Sieljacks, Celina Hehnel Hansen, Ricka Falk Gindrup (1), Emma Kiellberg, Sara Mitova (1), Pernille Johannsen, Helena Løjborg (5), Rikke Hoffbeck (1), Emma Skovmand, Nina Bech (4), Anne-Sophie Johannsen, Leonora Demaj (7/2), Emily Baunsgaard (1), Caroline Amalie Rasmussen (3).

Hadsten: Sophie Christensen Toft, Sara Kecici – Ditte Aaen (6/1), Kathrine Skipper, Sofie Ladkjær, Tina Bøgh Thyssen (1), Michaela EK (1), Ida Jespersen (4), Josefine Orby Poulsen (3/2), Sara Kjærsgaard, Amalie Angel (5), Lea Rømer, Kristina Schøler, Laura Christiansen (1).

Zeitstrafen: 2:2. Siebenmeter: 3:4.

Schiedsrichter: Allan Theils/Stefan Schmidt.

Mehr lesen

Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Verschenkte Steuergelder “