Handball

Leidenschaft schlägt Lethargie

Timo Fleth
Timo Fleth Volontär
Esbjerg
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Foto: Karin Riggelsen

Die SønderjyskE-Handballer gewinnen gegen Ribe-Esbjerg verdient mit 28:22 und haben den Worten von Trainer Kasper Christensen Taten folgen lassen. Die Hellblauen waren bereit wesentlich mehr zu investieren und waren der logische Sieger.

Alle guten Dinge sind drei sagt der Volksmund gemein und für die SønderjyskE-Handballer traf das im dritten Vergleich der Saison mit den Gastgebern von Ribe-Esbjerg zu. Der deutliche Unterschied zwischen einer Mannschaft, die wollte und einer der die Lust fehlte, brach insbesondere in der ersten Halbzeit durch und so durften sich die Gäste am Ende des zweiten Spiels in der sportlich nur noch wenig Attraktiven Abstiegsrunde über einen 28:22-Sieg freuen und die weiterhin intakte Möglichkeit die 75.000 Kronen für den Gesamtsieg der Abstiegsrunde einzustreichen.

Die Bekanntgabe des ehemaligen Trainers der SG Flensburg-Handewitt Lars Walther als neuen Chef auf der Bank für die kommende Saison und die Aussicht auf etliche Verabschiedungen von wechselnden Spielern hatte dem Gastgeber nicht gutgetan.

Die Hellblauen hingegen zeigten den von Trainer Kasper Christensen versprochenen Biss, wenngleich es fünf Minuten dauerte, bis der Bann gebrochen war und Alexander Hansen den ersten Treffer dar Partie erzielen konnte.

Mit ausgesprochener Gelassenheit hingegen agierte SønderjyskE-Trainer Kasper Christensen zu Beginn des Spieles an der Außenlinie als wenn er kein Wässerchen trüben könnte. Doch die immer wieder in die Hosentasche wandernden Hände spiegelten das Innenleben des Übungsleiters nicht wieder, brach sich doch auch die nach gelungenen Aktionen geballte Faust ihren Weg ans Tageslicht.

Von den gelungenen Aktionen gab es erfreulicher Weise etliche und sowohl in Abwehr wie in Angriff zeigten sich die Hellblauen bis zum 17:10 zur Pause überlegen.

In der offensive war es insbesondere das Spiel im sieben gegen sechs, während in der Defensive immer wieder zwischen den Deckungsformen gewechselt wurde.

Einen durchweg guten Auftritt der Hellblauen konnte auch die etwas wackelige Schlussphase der zweiten Halbzeit nicht mehr trüben und auch die zwischenzeitlich die Hosentaschen verlassenden Hände des SønderjyskE-Trainers fanden ihren Weg zurück.

Am Ende fand das Spiel mit dem 28:22-Sieg der Hellblauen den vollkommen verdienten Sieger.

Einen weiteren Schritt in einer sportlich nahezu bedeutungslosen aber mit 75.000 Kronen wirtschaftlich noch so etwas wie Attraktivität ausstrahlenden Abstiegsrunde machen die SønderjyskE-Handballer bereits am kommenden Freitag, wenn die Handballer von Mors-Thy zum vorletzten Auftritt in der heimischen Halle zu Gast sind.

Ribe-Esbjerg – SønderjyskE (10:17) 22:28


Ribe-Esbjerg: Tim Winkler, Emil Tellerup, Rasmus Schmidt Lind – Philip Holm (5), Lasse Nikolajsen, Lukas Karlsson, Jonas Bruus Tidemand (3), Søren Tau Sørensen, Jacob Holm (5), Mathias Jørgensen (3), Rasmus Boysen (1), Miha Zvizej, Pelle Schilling Guldager (4), Rasmus Nielsen, Kasper Nielsen, Morten Nyberg (1).

SønderjyskE: Kristian Dahl Pedersen, Christian Lynggaard Pedersen, Thorsten Fries – Alexander Hansen (3), Simon Westh Kristiansen (1), Nikolai Emil Keller, Frederik Børm (2), Christian Jensen (7), Kasper Olsen (1), Kenneth Bach Hansen, Mikkel Hansen, Adam Nyfjäll (1), Aaron Mensing (3), Chris Holm Jørgensen (3), Mikkel Kjær Møller (7/2).

Zeitstrafen: 4:2. Siebenmeter: 1:2.

Schiedsrichter: Morten Lethan Albrechtsen/Mik Trustrup Larsen.

Zuschauer: 1.622.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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