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Grenzenloser Jubel: SønderjyskE ist in der Endrunde

Grenzenloser Jubel: SønderjyskE ist in der Endrunde

Grenzenloser Jubel: SønderjyskE ist in der Endrunde

nlm
Holstebro
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Oliver Eggert erzielte den wichtigen 30:30-Ausgleichstreffer wenige Sekunden vor dem Spielende. Foto: Karin Riggelsen

Die Liga-Handballer von SønderjyskE haben sich ihren Traum von der Teilnahme an der Endrunde erfüllt. Die gesamte SønderjyskE-Mannschaft lag sich nach dem Ertönen der Schlusssirene in den Armen. Im Auswärtsspiel gegen Team Tvis Holstebro reichte am letzten Spieltag der regulären Saison ein 30:30-Remis, um sich für die Endrunde zu qualifizieren.

Nach einem waschechten Handball-Krimi in Holstebro steht die Teilnahme der Liga-Handballer von SønderjyskE an der Endrunde fest. Lange hatte es nicht danach ausgesehen, dass SønderjyskE in Holstebro punkten würde. Doch der Endstand von 30:30 gegen Team Tvis Holstebro reichte den Hellblauen, um in der Tabelle an Ribe-Esbjerg vorbeizuziehen und den wichtigen 8. Tabellenplatz zu belegen. Eine starke Aufholjagd ab Mitte der zweiten Halbzeit wurde entscheidend. SønderjyskE muss sich zudem bei GOG bedanken, die Ribe-Esbjerg besiegten. So steht SønderjyskE, trotz Punktgleichheit mit Ribe-Esbjerg, aber aufgrund des besseren Torverhältnisses im direkten Vergleich vor dem Konkurrenten. SønderjyskE darf so den Einzug in die Meisterschafts-Endrunde bejubeln, während Ribe-Esbjerg nur Teil der Abstiegsrunde wird.

SønderjyskE legte in der Begegnung mit Team Tvis Holstebro, die den vierten Tabellenplatz bereits vor der Partie sicher hatten und so nicht mit ihrer Bestbesetzung antraten, zunächst einen perfekten Start hin. Die ersten Angriffe wurden erfolgreich abgeschlossen und in der Abwehr agierte SønderjyskE agil und mit Biss. Nach einer frühen 3:0-Führung (4.) schlichen sich dann aber doch Fehler im Angriffsspiel und in der Verteidigung der Gäste ein. Im Angriff agierte SønderjyskE zu zögerlich, während die Hausherren ihre Torchancen nutzten und nach einer Viertelstunde auf 7:7 ausgleichen konnten. SønderjyskE-Rechtsaußen Rasmus Nielsen scheiterte gleich dreimal nacheinander freistehend am Team Tvis-Keeper Simon Gade. Der junge Holstebro-Torhüter schien sich damit in die Köpfe der Hellblauen gespielt zu haben. In den SønderjyskE-Torabschlüssen fehlte in der folgenden Phase häufig die Überzeugung und so gingen die Hellblauen mit einem knappen 12:13-Rückstand in die Pause.

Die Nervosität in den Reihen der SønderjyskE-Spieler schien nun doch eine Rolle zu spielen. Technische Fehler und die ungenauen Torabschlüsse, trotz guter Wurfmöglichkeiten, machten SønderjyskE das Leben schwer. Die Außenspieler Mikkel Møller und Rasmus Nielsen mussten durch die jungen Mikkel Hansen und Steffan Kjer Høi ersetzt werden. Beide machten ihre Aufgabe ausgezeichnet und verwerteten die meisten ihrer Torchancen. Doch SønderjyskE fehlten auch die eigenen Torhüterparaden. So rückte der Endrunden-Traum beim 16:20-Rückstand (42.) für die Gäste weiter in Ferne.

Doch mit dem siebten Feldspieler im Angriff sollte sich das Blatt wenden, und SønderjyskE löste die Angriffsprobleme nun besser. SønderjyskE-Toptorschütze Aaron Mensing spielte nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit stark und sorgte mit seinen Anspielen und eigenen Treffern für erneute Spannung im Spiel. In der 53. Minute gelang SønderjyskE der 24:24-Ausgleichstreffer. Die Stimmung in der Halle kochte. Etwa 70 mitgereiste SønderjyskE-Anhänger peitschten ihre Spieler nach vorne.

Die Spannung sollte bis zuletzt bewahrt werden. Ein Zwei-Tore-Rückstand zwei Minuten vor dem Ende konnte ein weiteres Mal von den Hellblauen ausgeglichen werden. Sønderjyske-Torhüter Kristian Dahl Pedersen wehrte den letzten Torwurf der Gastgeber in der Partie ab, und den Hellblauen verblieben 30 Sekunden, um doch noch den Treffer zum 30:30 zu erzielen. Der Held des Tages wurde Oliver Eggert mit einem erfolgreichen Wurf aus acht Metern, nur wenige Sekunden vor dem Spielende. Cheftrainer Kasper Christensen, Assistenztrainer Claus Lyngsøe und Sportchef Simon Hadju Lindhardt legten einen bemerkenswerten Jubelsprint auf dem Spielfeld hin und sprangen sich in die Arme. Noch viele Minuten später wurden die SønderjyskE-Handballer von den mitgereisten eigenen Fans in der Halle gebührend gefeiert und bejubelt.

Team Tvis Holstebro - SønderjyskE (13:12) 30:30

Team Tvis Holstebro: Simon Gade, Mathias Damkjær – Rasmus Mørup (2), Lars Mousing (1), Johan Kofoed (7), Niels Lindholt, Jac Karlsson (3), Emil Bligaard, Magnus Bramming (9/3), Viktor Östlund (1), Malte Justesen (1), Mathias Damkjær, Kasper Kildelund (2), Kay Evert Smits (2), Jonas Porup (1).

SønderjyskE: Kristian Dahl Pedersen, Thorsten Fries, Henrik Nordlander – Rasmus Bertelsen, Oliver Nøddesbo Eggert (6), Frederik Børm (1), Kasper Olsen, Alexander Hansen (1), Frederik Ladefoged (3), Steffan Kjer Høi (3), Aaron Mensing (8/4), Mikkel Hansen (3), Martin Kærgaard Pedersen, Arnar Birkir Halfdansson (5), Mikkel Møller, Rasmus Nielsen (1).

Zeitstrafen: 2:1. Siebenmeter: 4:4.

Schiedsrichter: Morten Lethan Albrechtsen/Mik Trustrup Larsen.

Zuschauer: 2.475.

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