Eishockey

Verpatzte Generalprobe fürs Pokal-Final-Four

Verpatzte Generalprobe fürs Pokal-Final-Four

Verpatzte Generalprobe fürs Pokal-Final-Four

Aalborg
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Mads Eller war einziger SønderjyskE-Torschütze in Aalborg. Foto: Karin Riggelsen

SønderjyskE hatte sechs Spiele in Folge punkten können, doch beim Gastspiel in Aalborg ist die Serie gerissen. Die Hellblauen kassierten zu leichte Gegentore und fingen sich eine Klatsche ab. „Wie in der Schießbude“, schimpft Trainer Simioni.

Mit einer Niederlage im Gepäck werden die Eishockeyspieler von SønderjyskE am Freitag zum Pokal-Final-Four nach Aalborg fahren. Der amtierende Continental-Cup-Sieger geriet bei den Aalborg Pirates mit 1:6 unter die Räder und muss sich mächtig steigern, wenn es ab Freitag an gleicher Stelle um den Pokalsieg geht.

„Wir hatten Pech mit einem Pfosten- und einem Lattentreffer und hätten es im Schlussdrittel noch einmal spannend machen können, doch nach dem fünften Gegentor habe ich mich wie im Tivoli gefühlt. Das war wie in der Schießbude, und Paddy im Tor hat mir leid getan“, sagt SønderjyskE-Trainer Mario Simioni zum „Nordschleswiger“ über seine resignierenden Schützlinge im Schlussdrittel.

SønderjyskE hatte vor einer Woche den Tabellendritten aus Aalborg an den Rand einer Niederlage gebracht, musste sich aber nach einer 2:0-Führung mit 2:3 nach Verlängerung geschlagen geben.

„Vom Einsatz und von der Attitüde her war es mit dem Heimspiel vor einer Woche überhaupt nicht vergleichbar. Die Attitüde war fürchterlich, aber das müssen wir schnell abhaken. Wir stehen vor dem Final 4, und ich bin überzeugt, dass wir dort zurückschlagen können“, meint Simioni.

Die Aalborg Pirates waren die spielbestimmende Mannschaft, kamen aber viel zu leicht zu ihren Torerfolgen. SønderjyskE hatte auch dank zweimaliger Überzahl die Anfangsphase dominiert, doch der Gegner schlug bei seinen ersten beiden Torchancen zu.

Torwart Nicolaj Henriksen machte beim Doppelschlag in der achten und neunten Minute keine glückliche Figur und wurde vom Eis geholt. Mario Simioni schickte Patrick Galbraith aufs Eis, doch auch der langjährige Nationaltorwart konnte die Talfahrt aufhalten.

Mads Eller konnte mit einer Energieleistung in Unterzahl auf 1:2 verkürzen, doch nach den Gegentreffern in drei und vier im Mitteldrittel hielten sich die Energie und die Gegenwehr der Hellblauen in Grenzen.

„Wir haben zu leichte Gegentore kassiert. Der Gegner hat seine Chancen genutzt, wir nicht. Wir hatten unsere Powerplays, haben aber nichts daraus gemacht. Wir hatten einige gute Spielzüge, aber die Abschlüsse waren nicht gut genug“, so der SønderjyskE-Trainer.

Aalborg Pirates - SønderjyskE (2:1,2:0,2:0) 6:1

1:0 Pierre-Olivier Morin (7:51), 2:0 Carl Neill (8:57), 2:1 Mads Eller (18:45/Ass.: Oliver Gatz Nielsen/4 gegen 5), 3:1 Mikkel Højbjerg (22:22/5 gegen 4), 4:1 Josh MacDonald (32:17), 5:1 Martin Lefebvre (47:15), 6:1 Josh MacDonald (53:30).

Zeitstrafen: Aalborg 6x2 – SE 5x2 Minuten. Schiedsrichter: Jacob Grumsen/Martin Theiltoft Christensen. Zuschauer: 0.

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