Fussball

Gedanken über die Zukunft

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Hadersleben/Haderslev
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Foto: Karin Riggelsen

Simon Poulsen hat noch große Lust am Fußball spielen und tut sich schwer, den richtigen Zeitpunkt für das Karriereende zu finden.

Simon Poulsen absolvierte am Donnerstagabend beim 1:1 in Lyngby alle 90 Minuten, wird aber voraussichtlich wieder auf der Bank sitzen, wenn die SønderjyskE-Fußballer im vorletzten Spiel der Abstiegsrunde am Sonntag ab 18 Uhr auswärts auf Randers FC treffen.

„Zwei Spiele innerhalb von drei, vier Tagen gilt es eigentlich zu vermeiden, um Verletzungen durch Überbelastung aus dem Wege zu gehen, aber meine Beine fühlen sich gut an – mal sehen “, sagt Simon Poulsen vor dem Auslaufen am Vormittag nach dem 1:1 in Lyngby.

Die Verschleißerscheinungen nach einer langen Karriere im Ausland sind groß, und die Einsätze des 33-Jährigen müssen dosiert werden. Die sportliche Laufbahn neigt sich dem Ende entgegen, und es ist ungewiss, ob der zum Jahresende auslaufende Vertrag verlängert wird. Der 31-fache Nationalspieler räumt ein, dass es schwer ist, den richtigen Zeitpunkt zum Karrierreende zu finden.

„Man möchte ja nicht, dass es vorbei ist. Es ist schwer zu sagen, wann es vorbei ist, aber irgendwann muss es ja zu Ende gehen. Ich liebe es weiterhin, Fußball zu spielen, und freue mich auch jeden Tag aufs Training. Die ganz großen Gedanken zu diesem Thema habe ich mir noch nicht gemacht, ich blicke zur Zeit nur von Tag zu Tag und versuche verletzungsfrei zu bleiben“, sagt Simon Poulsen, der aber auch nach dem Karriereende Pläne hat, in der Welt des Fußballs zu bleiben: „Ob als Trainer oder im Management, weiß ich noch nicht, aber der Gedanke ist mir schon gekommen, mal den Trainerschein zu machen.“

Der Ulkebüller kam bereits als 16-Jähriger zu seinem Debüt in der ersten Mannschaft von HFK Sønderjylland, wurde im Sommer 2005 von SønderjyskE an den FC Midtjylland verkauft, bevor die Stationen in der neunjährigen Auslands-Karriere AZ Alkmaar, Sampdoria Genua, AZ Alkmaar und PSV Eindhoven hießen. Im Januar 2017 kehrte er zu SønderjyskE zurück.
Vorerst richtet er seinen Fokus auf die noch ausstehenden Spiele in der laufenden Saison und der Jagd nach einem Europapokal-Platz.

„Wir wollen jetzt erst einmal versuchen, die Gruppe zu gewinnen. Es ist nicht abzusehen, wer aus der anderen Gruppe der Gegner wird, aber mit einem Gruppensieg hätten wir im Rückspiel Heimrecht“, so der Linksverteidiger, der sich darüber freuen kann, dass die SønderjyskE-Mannschaft in der Defensive mehr Stabilität gefunden hat und nur durch ein Eigentor nach 311 Minuten ohne Gegentreffer wieder eins kassierte: „Wir lassen nicht so viele Torchancen zu, können aber am anderen Ende deutlich zulegen. Wir müssen besser darin werden, uns Torchancen zu erspielen. Das Lyngby-Spiel war eine zerfahrene Angelegenheit. Wir hatten gute Intentionen und einen guten Plan, waren aber nicht in der Lage, es umzusetzen. Man bekam den Eindruck, dass es nur ein Sommerspiel war.“

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