Eishockey

Sieg fühlt sich wie eine halbe Niederlage an

Sieg fühlt sich wie eine halbe Niederlage an

Sieg fühlt sich wie eine halbe Niederlage an

Woyens/Vojens
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Tyler Fiddler musste nach einer Dummheit frühzeitig unter die Dusche. Foto: Scanpix/Frank Cilius

Die Eishockeyspieler von SønderjyskE haben den dritten Heimsieg in Folge gefeiert, das 4:3 nach Penaltyschießen gegen die Odense Bulldogs fühlte sich dennoch wie eine halbe Niederlage an.

Die Hellblauen waren vor 2.372 Zuschauern in der Woyenser SE Arena über 60 Minuten die klar bessere Mannschaft, hatten zweimal einen Rückstand wettmachen können und bis acht Sekunden vor Schluss mit 3:2 geführt, doch es kam doch noch zu einem Punktverlust.

Der Treffer von Derek Damon und die drei Paraden von Jony Myllykoski sicherten im Penaltyschießen den zweiten Punkt für die Gastgeber, die mit einem engagierten und streckenweise auch spielerisch starken Auftritt die Partie dominiert hatten, aber der Auftritt hatte auch Schönheitsfehler.

Wenn die Hellblauen nicht schon Anfang März nach den Pre-Playoffs den Sommerurlaub antreten wollen, müssen sie an ihrer Disziplin arbeiten. Von der Strafbank aus gewinnt man kein Spiel, lautet die alte Weisheit. Der Tabellenneunte ist die Mannschaft mit den zweitmeisten Strafminuten der Liga, verbringt mehr als 15 Minuten pro Spiel auf der Strafbank. Zu oft verlieren die SønderjyskE-Spieler den Kopf.

Bestes Beispiel dafür war die törichte Aktion von Tyler Fiddler, der in der 28. Minute in der gegnerischen Zone den Stock ins Gesicht von Dale Mitchell führte. Mitchell ließ sich spektakulär fallen, aber das Foul war unübersehbar und musste bestraft werden. Die Fünf-Minuten-Strafe war nur 72 Sekunden alt, als Jacob Johnston die Disziplinlosigkeit Fiddlers mit dem 0:1 bestrafte.

Es war bis dahin erst der dritte Torschuss der Gäste, die bis dahin in die Defensive gedrängt worden waren und mit dem Führungstreffer den Spielverlauf auf den Kopf stellten. Die Dummheit Fiddlers hätte zum Verhängnis werden können, aber zum Glück behielten auch die Odenseer selten einen kühlen Kopf. Der ehemalige SønderjyskE-Spieler Henrik Nielsen rannte völlig unnötig Torwart Joni Myllykoski um und musste von der Strafbank zusehen, wie nicht nur der Vorteil weg war, sondern auch wie Derek Damon den Ausgleich erzielte.

Nach zwei weiteren Toren ging es mit einem 2:2 ins Schlussdrittel, wo Martin Eskildsen fünfeinhalb Minuten vor Schluss mit einem Traumtor aus spitzem Winkel zum Matchwinner hätte werden können, doch Odense nahm in der letzten halben Minute den Torwart vom Eis und wurde acht Sekunden vor Schluss für das Risiko belohnt.

Odense hätte fast einen zweiten Punkt entführt, als Andreas Pedersen in der Verlängerung den Pfosten traf, doch es ging ins Penaltyschießen. Hier traf nur Derek Damon.

SønderjyskE - Odense Bulldogs (0:0,2:2,1:1) 4:3 n.Pen.

0:1 Jacob Johnston (28:15/5 gegen 4), 1:1 Derek Damon (30:16/Ass.: Thomas Spelling, Daniel Kønig Hansen), 1:2 Rasmus Bjerrum (38:07), 2:2 Anders Førster (39:38/Ass.: Greg Gibson, Jace Coyle/5 gegen 4), 3:2 Martin Eskildsen (54:27/Ass.: Ronnie Brobak), 3:3 Martin Larsen (59:52), 4:3 Derek Damon (Penalty).

Spieldauer Disziplinarstrafe: Tyler Fiddler (SE/28.) Zeitstrafen: SE 1x5 und 3x2 – Odense 6x2 Minuten. Schiedsrichter: Martin Theiltoft Christensen/Vernon Hofferd. Zuschauer: 2.372.

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