Dreifach-Start in Tokio

Zverev will bei Olympia im Einzel, Doppel und Mixed spielen

Zverev will bei Olympia im Einzel, Doppel und Mixed spielen

Zverev will bei Olympia im Einzel, Doppel und Mixed spielen

dpa
Tokio
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Will bei Olympia um drei Medaillen spielen: Alexander Zverev. Foto: Bernat Armangue/AP/dpa

Deutschlands bester Tennisspieler Alexander Zverev plant bei den Olympischen Spielen in Tokio einen Dreifach-Start im Einzel, Doppel und Mixed.

«Ja, die Dreifachbelastung ist egal, das ist Olympia. Da nimmt man alles in Kauf, um für sein Land das Maximale rauszuholen», sagte Zverev in einem Interview der «Bild».

Im Mixed will der 24-Jährige, der gerade erst das Masters-Turnier in Madrid gewonnen hat, mit Angelique Kerber an den Start gehen. Im Doppel soll Tim Pütz, mit dem er zuletzt in Madrid das Halbfinale erreicht hat, der Partner sein. «Vor allem für Olympia wäre das interessant mit Tim. Mit Kevin Krawietz, Tim und Jan-Lennard Struff haben wir schon besprochen, wer mit wem spielt. Wir kriegen ja wohl zwei Teams rein», sagte Zverev. «Andreas Mies fällt ja wegen seiner Knie-Verletzung leider aus. Da mussten wir uns neu aufstellen.»

Zwar stehen bis zum Beginn der Sommerspiele am 23. Juli noch viele wichtige Turniere an, dennoch freut sich Zverev bereits auf Tokio. «Wenn Olympia stattfindet, spiele ich auch, außer wenn ich vorher vier Wochen in Quarantäne muss und nicht aus dem Zimmer darf. Dann wäre die Form weg und ein Start sinnlos», sagte Zverev. Das sehen die Pläne der Organisatoren aber nicht vor.

Als nächstes Highlight stehen in knapp drei Wochen aber erst einmal die French Open in Paris auf dem Programm. Durch seinen Triumph in Madrid hat sich Zverev, der diese Woche beim Masters-Turnier in Rom am Start ist, in den Kreis der Mitfavoriten gespielt. Auch, weil er auf dem Weg zum Titel Sandplatz-König Rafael Nadal besiegte.

Der Spanier, der in Roland Garros bereits 13 Mal gewinnen konnte, bleibt für Zverev dennoch der Topfavorit. «Das hat sich nicht geändert. Ihn muss man schlagen», sagte Zverev. «Die Chance für ihn ist relativ groß. Unsere Aufgabe ist, das zu verhindern. Novak (Djokovic), Domi (Thiem), ich und einige andere, wir sind gefordert.»

Im Falle eines frühen Ausscheidens bei den French Open will indes Zverev beim ATP-Turnier in Stuttgart spielen. Das gaben die Veranstalter bekannt. Da sich das Rasenturnier vom 7. bis 13. Juni mit der zweiten Woche des Grand-Slam-Events in Paris überschneidet, ist eine Teilnahme Zverevs allerdings weiter äußerst fraglich.

Zverev hatte sich mit seinem Turniersieg in Madrid in die Rolle eines Mitfavoriten für die am 30. Mai beginnenden French Open gespielt. Ursprünglich sollte das Turnier im Stade Roland Garros bereits eine Woche früher beginnen, die Veranstalter hatten ihr Grand-Slam-Event aber aufgrund der Coronavirus-Pandemie nach hinten verschoben und die Stuttgarter Organisatoren damit überrascht.

Dennoch hielten die Stuttgarter Veranstalter an ihren Plänen fest und bekamen für ihren Termin nun «endgültig grünes Licht». Das Hauptfeld startet jetzt allerdings erst am Dienstag statt am Montag, die Qualifikation beginnt am Montag statt am Wochenende. Zudem dürfen kurzfristig fünf anstelle von drei Wildcards für das Hauptfeld vergeben werden. Auch der italienische Weltranglisten-18. Jannik Sinner will auf dem Weissenhof antreten, falls er in Paris früh verliert. Der australische Weltranglisten-56. Nick Kyrgios steht als Teilnehmer bereits fest, weil er auf die French Open verzichtet.

«Natürlich birgt die Situation mit den French Open einige Unsicherheiten in sich, aber wir haben von Seiten zahlreicher Spieler sehr positive Signale hinsichtlich eines Starts beim MercedesCup bekommen», sagte Turnierdirektor Edwin Weindorfer. Ob Zuschauer erlaubt sein werden, ist noch offen.

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