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Hinze und Friedrich ziehen ins Bahnsprint-Achtelfinale ein

Hinze und Friedrich ziehen ins Bahnsprint-Achtelfinale ein

Hinze und Friedrich ziehen ins Bahnsprint-Achtelfinale ein

dpa
Izu
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Fuhren im Madison auf Platz zwölf: Franziska Brauße und Lisa Klein. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

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Nach der Pleite im Keirin haben Emma Hinze und Lea Sophie Friedrich neuen Mut geschöpft. Im Sprint stehen beide im Achtelfinale. Rekord-Weltmeisterin Kristina Vogel sieht ein strukturelles Problem.

Einen Tag nach ihrer Keirin-Pleite haben sich die beiden deutschen Medaillen-Hoffnungen Emma Hinze und Lea Sophie Friedrich eindrucksvoll zurückgemeldet.

Mit souveränen Siegen zog das Duo am Freitag bei den olympischen Bahnrad-Wettbewerben in Izu ins Sprint-Achtelfinale ein. Von Verunsicherung wie nach ihrem frühen Scheitern am Vortag war keine Spur mehr. Schon in der Qualifikation hatten die Olympia-Zweiten im Teamsprint Spitzenzeiten auf das Oval hingelegt. Friedrich fuhr sogar Olympischen Rekord.

Brauße/Klein abgeschlagen im Madison

Für die Golden Girls Franziska Brauße (Eningen) und Lisa Klein (Erfurt) gab es dagegen drei Tage nach ihrem herausragenden Triumph im Vierer im Zweier-Mannschaftsfahren nichts zu holen. Das Duo kam nach 30 Kilometern im sogenannten Madison-Wettbewerb nach zwei Überrundungen auf 40 Minuspunkte und Platz zwölf. Gold gewann Großbritannien (78) vor Dänemark (35) und dem Russischen Olympischen Komitee (26). Im Sprint der Männer gab es einen niederländischen Doppelsieg für Harrie Lavreysen vor dem zweitplatzierten Jeffrey Hoogland. Bronze ging an den Briten Jack Carlin.

Bis zum Olympia-Thron ist es für Hinze und Friedrich noch ein weiter Weg. Die ersten Runden verliefen aber reibungslos. «Wir haben aus unseren Fehlern gelernt. Ich weiß, was ich falsch gemacht habe. Es ist alles gut. Ich habe es verdaut», sagte Friedrich mit Blick auf das frühe Aus im Kampfsprint am Vortag und fügte hinzu: «Es hat mich nochmal mehr motiviert. Ich habe richtig Bock, morgen zu fahren. Jeder will die Medaille.»

Vogel: Trainerbereich nicht optimal aufgestellt

Rekord-Weltmeisterin Kristina Vogel - in Rio 2016 noch Sprint-Olympiasiegerin - sieht die deutsche Mannschaft im Trainerbereich aber zu schwach aufgestellt. «Jedes Land da unten hat einen Bundestrainer für die Taktik, nur wir nicht. Das ist kein Vorwurf an Detlef Uibel», sagte Vogel der Deutschen Presse-Agentur. Bundestrainer Uibel, der auch für die Männer-Sprinter zuständig ist, könne das alleine gar nicht alles schaffen. «Du brauchst da einen Co-Trainer. Jemand der dafür da ist, Taktik zu machen.»

Friedrich, die von Vogel bei der Bundespolizei trainiert wird, stimmte dem zu und merkte an: «Es ist auch schwierig, eine neue Stelle zu schaffen. Da kann ich als Sportlerin schlecht was zu sagen.» Es sei im Keirin eine schlechte Taktik gewesen, von Anfang an, monierte Vogel. «Das ist schade, die Beine sind halt da. Ich hoffe, sie können das abschütteln», betonte die querschnittsgelähmte Rekord-Weltmeisterin, die bei Olympia für das ZDF kommentiert.

Dass Hinze beklagte, dass ihre Rivalinnen gegen sie gefahren seien, sieht die 30-Jährige als normal an. «Herzlich willkommen im Club der Weltmeister. Die letzten vier Jahre, als ich gefahren bin, war es genauso.» Vogel, die Friedrich bei der Bundespolizei trainiert, bietet Hinze dabei gerne Unterstützung an, weiß aber auch: «Es ist schwierig für eine Ex-Weltmeisterin und eine neue Weltmeisterin eine Beziehung zueinander finden, ohne das es irgendwie belehrend oder von oben herab ist. Allmählich bekomme ich da zu Emma auch eine Beziehung.»

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