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SP Sonderburg: In allen Ausschüssen aktiv

SP Sonderburg: In allen Ausschüssen aktiv

SP Sonderburg: In allen Ausschüssen aktiv

Sonderburg/Sønderborg
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Stadtratsmitglieder und Zuhörer mitten im Stadtratssaal. Foto: Ilse Marie Jacobsen

Vizebürgermeister Stephan Kleinschmidt (SP) konnte beim Treffen im Stadtratssaal eine positive Halbzeitbilanz der Schleswigschen Partei vorlegen. Bei der Fragestunde wurden viele Themen angesprochen.

Vor zwei Jahren konnte die Schleswigsche Partei (SP) bei der jüngsten Kommunalwahl in Sonderburg ihre Stimmzahlen verdoppeln. 5.793 setzten ihr Kreuz bei der SP, und das hervorragende Ergebnis hat 2018 fünf Politikern den Einzug in den Stadtrat beschert.

Vor kurzem hatte die SP alle Interessierten zur Halbjahresbilanz in den Sonderburger Stadtratssaal eingeladen. Wo normalerweise nur die Politiker bei den Stadtratssitzungen im großen Kreis Platz nehmen dürfen, durften alle Teilnehmer bei der Halbjahresbilanz auf den schweren massiven Holzstühlen Platz nehmen.

SP-Stadtratsarbeit in allen Ausschüssen

Vizebürgermeister Stephan Kleinschmidt gab den Anwesenden einen Einblick in die Arbeit eines Stadtrats. Die SP ist mit ihren fünf Vertretern in allen Ausschüssen vertreten.

„Wir sind die Brückenbauer und wir arbeiten für eine breite Zusammenarbeit. Das wird nicht zuletzt auch bei den anderen Parteien anerkannt“, wie Kleinschmidt hervorhob. Die SP hinterlasse überall ihre Fingerabdrücke.

Gleichstellung ist ein Thema

So hat sich die SP unter anderem erfolgreich für einen frühen Deutsch-Unterricht in der Sonderburger Kommune einsetzen können. Der Sozialdienst Nordschleswig erhält jährlich 150.000 Kronen und das deutsche Museum 50.000 Kronen aus dem Sonderburger Topf. „Die deutschen Institutionen sind mit den dänischen gleichgestellt worden“, so Stephan Kleinschmidt.

Wer glaubt, dass die SP sich bei Fragen, wie beispielsweise ansprechende Toilettenverhältnisse in dänischen Schulen nicht einmischen sollte, der darf umdenken. „Wir müssen uns der Sache annehmen“, so Stephan Kleinschmidt.

Wenn alle Toiletten an den Schulen renoviert wurden, dann sollte der jährliche Betrag von zwei Millionen für diese Zwecke auch nicht einfach verschwinden, so die SP. „Dann sind die öffentlichen Toiletten dran“, meinte Kleinschmidt.

Wir sind die Brückenbauer und wir arbeiten für eine breite Zusammenarbeit. Das wird nicht zuletzt auch bei den anderen Parteien anerkannt

Stephan Kleinschmidt (SP), Vizebürgermeister

Die SP in Sonderburg hat sich außerdem – nicht zuletzt aufgrund der Schließung der Düppeler Bibliothek – für eine zusätzliche Sicherung der Christian X. Brücke eingesetzt. Und die Partei setzt sich dafür ein, dass der Jugend viel geboten wird.

Die SP arbeitet für die neuen Stadtstrategien, die neuen Fahrradwege, und der Etablierung des königlichen Küchengartens in Gravenstein. Die Partei hat sich auch für die zusätzliche Verkehrssicherung bei der Förde-Schule eingesetzt. Überall beteiligen die Politiker sich an den anstehenden Fragen und Verbesserungsmöglichkeiten.

Viele Fragen an die Politiker

Bei der anschließenden Fragestunde meldeten sich alle fünf SP-Stadtratsmitglieder zu Wort. Angesprochen wurden unter anderem das UN-Weltzielprojekt auf Kær Vestermark, das Pflegeheim Dalsmark, die Pflege von Gräben und Straßenkanten, die Asphaltierung von Straßen und die zehn Millionen, die Sonderburg aufgrund des neuen Länderfinanzausgleichs nicht mehr erhält.

Ruth Nielsen ging auf das Parkhaus am Multikulturhaus ein, wo nach dem Verkauf an das Hotel Alsik nun lediglich zwei Stunden kostenlos geparkt werden kann. Das sei ein Problem für die wissbegierigen Kunden der Stadtbibliothek und die Kursisten der Kunstschule, stellte sie fest.

Parkprobleme in Sonderburg: Lösung gesucht

„Es sieht so aus, als ob das eben erst beschlossen wurde. Aber das war von Anfang der Plan. Aber es wäre vielleicht klug gewesen, wenn man die Zeitbegrenzung von Anfang an gehabt hätte“, so der Politiker Gerhard Bertelsen, der einen regelmäßigen Shuttle-Service durch Sonderburg als eine mögliche Lösung der Parkprobleme in der Stadt vorschlug.

Ruth Nielsen ergriff als letzte das Wort: „Ihr macht eine ganz tolle Arbeit, ihr fünf.“ Die Zuhörer bestätigten ihr Lob mit einem begeisterten Applaus.

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Walter Turnowsky
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