Deutsche Minderheit

Rasantes Finale des schnellen Teams „Bratwurst“

Rasantes Finale des schnellen Teams „Bratwurst“

Rasantes Finale des schnellen Teams „Bratwurst“

Sonderburg/Sønderborg
Zuletzt aktualisiert um:
Der erste Junge des Teams „Bratwurst“ (M.) legte sich ordentlich ins Zeug. Foto: Ilse Marie Jabobsen

Diesen Artikel vorlesen lassen.

Die vierte Klasse der Deutschen Schule Sonderburg läutete die Winterpause mit einem schweißtreibenden Ergometer-Training bei Germania ein. Nicholai Westergaard Olesen wurde erst kürzlich mit dem Kilometerpreis belohnt.

Die drei jungen Teams „Emma“, „Bratwurst“ und „HotNuts“ wollten bei der dritten Wettrunde im Versammlungsraum des Rudervereins Germania nur eines: Gewinnen! Deshalb gaben die Viertklässler der Deutschen Schule Sonderburg auf den Ergometer-Maschinen wirklich alles, was in ihnen steckte.

Der Lehrer Mikkel Siebenkäs (r.) und die Ruderlehrerin Susanne Klages (M.) durften die Ergometer-Staffel abschließen. Foto: Ilse Marie Jacobsen

Die Mitschülerinnen und Mitschüler fieberten von den Seiten aus mit. „Ja“, „Super“ und „Fantastisch“ wurde den prustenden Mädchen und Jungen zugerufen. Es wurde von allen Seiten angefeuert, gepfiffen und geklatscht, wenn die Rudernden in einem höllischen Tempo loslegten. Jeder durfte eine Minute so schnell wie möglich rudern – dann wurde der Wechsel ausgerufen. Am Schluss stand es fest: Alles war wurst – das Team „Bratwurst“ hatte das Rennen gemacht.

Schulrudern seit vielen Jahren

So ging die Schulrudersaison 2022, eine Kooperation des Rudervereins Germania und der Deutschen Schule Sonderburg, im Clubraum mit einigen verpusteten und schwitzenden Ruderern zu Ende.

Mikkel Siebenkäs (r.) hatte Kuchen mitgebracht. Foto: Ilse Marie Jacobsen

Seit vielen Jahren radeln oder gehen die Viertklässler jede Woche für ein paar Stunden zu Germania, um sich dort dem Rudersport zu widmen und frische Energie zu tanken. Jetzt gibt es für die Schülerinnen und Schüler bis Ostern eine Pause. Erst dann geht es wieder jeden Freitag hinunter zum Verdens Ende an den Alsensund.

Dann machte es doch Spaß

Für einige war das Rudern ein neues Erlebnis. „Ich habe mich am Anfang gefragt: Was ist das überhaupt? Ich hatte auch ein wenig Angst. Aber dann macht es doch Spaß. Meine Schwester hat es auch probiert“, erzählt die zehnjährige Maria Hvid Struve. Das Rudern gefällt ihr. Aber sie widmet sich auch schon diversen anderen Hobbys – Klavier, Chor und Gymnastik.

Maria Hvid Struve Foto: Ilse Marie Jacobsen

Leon Elias Reese (10) hatte das Rudern schon vorab auf dem Knivsberg (Knivsbjerg) probiert. Ob er nach dem Schulruderjahr der vierten Klasse weiter rudert, wusste er noch nicht. „Freitags spiele ich ja immer Fußball“, meinte er.

Bezug zum Wasser und der Natur

Lehrer Mikkel Siebenkäs begleitet die Kinder und Jugendlichen seit Jahren beim Rudertraining. „Anfangs sind sie begeistert, dann werden sie neugierig. Und wenn sie es länger gemacht haben, kommt die Selbstständigkeit. Das macht richtig Spaß“, so Siebenkäs.

Anfangs sind sie begeistert, dann werden sie neugierig. Und wenn sie es länger gemacht haben, kommt die Selbstständigkeit. Das macht richtig Spaß.

Mikkel Siebenkäs, Lehrer Deutsche Schule Sonderburg

Er empfindet es als gut, dass die jungen Leute einen Bezug zum Wasser und zur Natur erhalten. So sind beim Training obendrein auch einige neugierige Tümmler neben den Booten mitgeschwommen.

Kontakt zu neuen Ruderern schaffen

Für Germania ist das Schulrudern eine ausgezeichnete Möglichkeit, Kontakt zu möglichen neuen Ruderern zu schaffen. Vom vergangenen Jahr sind zwei Interessierte geblieben. Die Fünftklässler Nicholai Westergaard Olesen (11) und Tilda Schmidt gehören seit dem Schnupperkurs 2021 zum Ruderteam des Germania. Nicholai Westergaard Olesen wurde vor Kurzem der Kilometerpokal überreicht. Er hat 73 Kilometer auf dem Alsensund zurückgelegt. Seine Klassenkameradin Tilda Schmidt kam auf fast genauso viele Kilometer wie er.

Nicholai Westergaard Olesen (l.) erhält einen Pokal von Marc-Oliver Klages. Foto: hfr

Nicholai Westergaard Olesen genießt die Ruderausflüge auf dem Wasser. „Das ist eine gute Art von Training, und man rührt sich“, meint der Elfjährige. Er sticht oft mit Tilda Schmidt oder einer weiteren Klassenkameradin zur See. Er hat herausgefunden, dass der Körper nicht immer topfit ist.

„Manchmal hat man einen guten Tag, manchmal geht es nicht ganz so gut“, so der junge Ruderer. Nicholai Westergaard Olesen spielt auch Handball. „Und vielleicht will ich auch Rhönrad fahren – aber ohne Turniere“, meint er.

Anna Faurholm Johannsen, Filippa Kleineder und Johanna Lina Schmidt Foto: Ilse Marie Jacobsen
Claes Hansen Thrane, Leon Elias Reese, Tarik Isovic, Daniel Khavary, Luca Emil Muminovic und Jannik Uldal Thielsen Foto: Ilse Marie Jabobsen
Vor dem Eingang bei Germania stehen beim Schulrudern viele Fahrräder und Roller. Foto: Ilse Marie Jacobsen
Mehr lesen

Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Minderheit mit Mut zur Zukunft“