Corona-Krise

Grønvall: „Wir müssen jetzt einfach wieder aufmachen“

Grønvall: „Wir müssen jetzt einfach wieder aufmachen“

Grønvall: „Wir müssen jetzt einfach wieder aufmachen“

Sonderburg/Sønderborg
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Martin Lindgren Grønvall in seiner „Skogalleriet" Foto: Ilse Marie Jacobsen

Der Besitzer von „Skogalleriet“ hat eine Bitte an Staatsministerin Mette Frederiksen: Hilf uns, und wir finden einen Ausweg. Er will am 1. März seinen Laden öffnen.

Seit 24 Jahren hat Martin Lindgren Grønvall die Kunden von „Skogalleriet“ mit den neuesten Trends in der Schuhmode versorgt. Seit Ende Dezember musste aber auch er sein Unternehmen in der Sonderburg Perlegade wegen des Corona-Shutdowns schließen.

Jetzt hat er genug: Am 1. März will er wieder sein Geschäft öffnen.

Wir könnten ja ein oder zwei Kunden aufs Mal in das Geschäft lassen. Wir sind auf alles eingestellt.

Martin Lindgren Grønvall, Schuhhändler

„Wir müssen jetzt einfach wieder aufmachen. Es muss natürlich nach Absprache mit den Gesundheitsbehörden gehandhabt werden. Mit einer bestimmten Anzahl von Kunden, Handdesinfektion und Abstand“, stellt er fest. Bei den Händler sind die privaten Ersparnisse mittlerweile futsch, und die Hilfspakete bezeichnet Martin Grønvall als „mikroskopisch“.

Auf alles eingestellt

„Was für ein Jahr ich gehabt habe? Es war das schrecklichste Jahr überhaupt. Ich habe in den 24 Jahren ja viel erlebt. Auch die Finanzkrise. Aber im Augenblick können wir ja überhaupt nichts machen. Wir könnten ja ein oder zwei Kunden aufs Mal in das Geschäft lassen. Wir sind auf alles eingestellt“, so Martin Lindgren Grønvall.

„Skogalleriet" in der Sonderburger Fußgängerzone Foto: Ilse Marie Jacobsen

Es gibt nur eine Alternative. „Dass wir überhaupt nicht mehr aufmachen“, meint er stirnrunzelnd. Ein dänischer Wirtschaftsprüfer hat in dem Medien eine nicht sehr positive Voraussage gemacht: Ein Drittel der Läden wird wegen des Shutdowns in Konkurs gehen. „Der Laden ist mein Lebenswerk, und der steht jetzt auf dem Spiel. Das kostet uns alle ganz schön viel“, meint der Schuhhändler.

Supermärkte und Webshop

Für ihn ist es unverständlich, dass einige Kunden in den Supermärkten weder die vorgeschriebenen Abstände noch die Hygieneregeln einhalten. „Hier könnten wir alles einhalten. Alles wäre voll unter Kontrolle“, so Martin Grønvall.

Bekannte und Kunden hatten einen kreativen Vorschlag: Mach doch einfach einen Webshop auf.

„Das ist aber keine billige Sache. Die Einrichtung eines Webshops kostet um die 200.000 Kronen, und die jährliche Wartung kostet ja ebenfalls“, meint der Schuhhändler, der eigentlich nur eines möchte: Er will sein Unternehmen retten.

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