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Lärmschutztunnel Altona: Scheuer und Tjarks drücken Knopf

Lärmschutztunnel Altona: Scheuer und Tjarks drücken Knopf

Lärmschutztunnel Altona: Scheuer und Tjarks drücken Knopf

dpa
Hamburg (dpa/lno) -
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Autobahnprojekte sind in Deutschland oft umstritten. In Hamburg geht der Ausbau der A7 reibungslos vonstatten. Die Verbreiterung auf acht Spuren geht jetzt mit dem Bau eines besonders langen Lärmschutztunnels in Altona einher.

Mit einem symbolischen Knopfdruck haben Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) am Dienstag den Baubeginn des Lärmschutztunnels Altona und die Verbreiterung der A7 gefeiert. «Die Menschen in unserm Land brauchen und erwarten leistungsstarke Straßen», sagte Scheuer bei der Zeremonie. Mit der Verbreiterung der Autobahn auf acht Spuren würden Engpässe beseitigt und der Verkehrsfluss zu Deutschlands größtem Seehafen verbessert. Zugleich profitierten die Anwohner durch den mehr als zwei Kilometer langen Lärmschutz und die durch neue Grünflächen auf dem Tunneldach.

Tjarks sagte: «Das Gesamtprojekt verdeutlicht, dass Autobahn- und Stadtentwicklungsprojekte in Hamburg Hand in Hand gehen können.» Der sogenannte Lärmschutzdeckel werde eine neue Stadtfläche von insgesamt 19 Hektar mit Raum für Grünanlagen, Kleingärten und Wohnungsbau schaffen.

Der erste Spatenstich war ursprünglich für den 12. März geplant gewesen, wegen der Corona-Pandemie aber verschoben worden. Vor gut einem Monat waren drei wichtige Brücken über der Autobahn halbseitig abgerissen worden. Die Gründungsarbeiten für die ersten Tunnelelemente haben bereits begonnen, wie ein Sprecher der Bundesplanungsgesellschaft Deges sagte. Sobald die drei Elemente fertig sind, sollen sie als neue Querung über die A7 dienen und so den kompletten Abriss der Brücken ermöglichen.

Die Fertigstellung der ersten Tunnelröhre ist für Ende 2025 geplant. Von da an soll der gesamte Autobahnverkehr unter dem Betondeckel verschwinden. Die Baukosten für das Projekt betragen 790 Millionen Euro. Davon wird Hamburg nach früheren Angaben von Tjarks 291 Millionen Euro übernehmen. Die Kosten für die Begrünung des Deckels seien darin noch nicht enthalten.

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