Schleswig-Holstein & Hamburg

Handwerk relativ zufrieden - Frust bei Friseuren

Handwerk relativ zufrieden - Frust bei Friseuren

Handwerk relativ zufrieden - Frust bei Friseuren

dpa
Hannover (dpa/lni) -
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Ein leuchtendes Blaulicht auf einem Polizeiwagen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Das Handwerk in Niedersachsen zeigt sich nach dem Start ins neue Jahr trotz Corona-Sorgen insgesamt relativ guten Mutes. Bei einer Umfrage unter 1500 Betrieben sprachen rund drei Viertel von einer guten oder zumindest befriedigenden aktuellen Lage, während sich die übrigen 25 Prozent unzufrieden gaben. Die große Ausnahme waren Friseur- und Kosmetikfirmen - hier äußerten sich 72 Prozent negativ, wie die Kammer-Vertretung am Mittwoch berichtete. Erschöpfte Finanzen und nicht ankommende staatliche Hilfen machten betroffenen Betrieben große Sorgen, es gebe «erheblichen Frust».

Friseure dürfen im März zwar wieder öffnen, doch viele Unternehmen haben auch so schon Existenzängste. Jüngst rutschte die größte deutsche Kette Klier in die Insolvenz. Auch Kosmetikstudios hatten zudem gehofft, schon bald wieder aufmachen zu können. Bei Handwerkern im Gesundheits- und Lebensmittelsektor sowie im Kfz-Geschäft war die Stimmung zuletzt bestenfalls durchwachsen. Anders im Bauhandwerk: Die ungeachtet der Pandemie robuste Branchenkonjunktur 2020 trug dazu bei, dass es hier deutlich mehr positive Stimmen gab.

Der Ausblick auf die kommenden Monate fiel trüber aus. Fast die Hälfte der teilnehmenden Betriebe (48 Prozent) erwartet laut der Befragung eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation. Dennoch wollen demnach die allermeisten Handwerksbetriebe den Umfang der Ausbildung halten oder ihr bestehendes Angebot noch ausbauen. Überbrückungshilfen müssten endlich leichter ausgezahlt werden, zudem seien mehr Corona-Selbsttests und weitere Möglichkeiten zur Verrechnung von Verlusten mit Vorjahresgewinnen nötig.

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