Schleswig-Holstein & Hamburg

Corona-Verstöße: Verstärkte Polizei-Präsenz an Ostseeküste

Corona-Verstöße: Verstärkte Polizei-Präsenz an Ostseeküste

Corona-Verstöße: Verstärkte Polizei-Präsenz an Ostseeküste

dpa
Lübeck (dpa/lno) -
Zuletzt aktualisiert um:
Ein Schild weist auf Mundschutzpflicht hin. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Die Polizei zeigt an der Ostseeküste Präsenz. Richtige Kontrollaktionen gibt es aber nicht. Es sind auch weniger Menschen unterwegs.

Nachdem es in den vergangenen Wochen zu größeren Menschenansammlungen in der Lübecker Bucht gekommen war, hat die Polizei an diesem Wochenende verstärkt kontrolliert. Es seien mehrere Streifenwagen an den Küstenorten unterwegs gewesen, sagte ein Sprecher der Regionalleitstelle Süd am Sonntag. Dabei seien aber keine größeren Corona-Verstöße beobachtet worden.

Die Polizei habe am Wochenende ein «Präsenz-Konzept» verfolgt, wie ein Sprecher der Polizeileitstelle sagte. Sonderstreifen seien am Samstag von Scharbeutz und Timmendorfer Strand über Neustadt bis Fehmarn unterwegs gewesen, um auf die Einhaltung der Corona-Regeln zu achten. Bei Verstößen spreche man die Menschen an. «Eine richtige Kontrollaktion ist das aber nicht», sagte der Polizeisprecher am Samstag. Aufgrund des wieder kälter werdenden Wetters seien dieses Wochenende weniger Menschen an den Promenaden unterwegs.

Auch die frühzeitige Aufhebung des Betretungsverbots für Travemünde führte nach Angaben der Leitstelle am Samstag zu keinem Ansturm von Tagestouristen. Ursprünglich hatte die Hansestadt Lübeck nach den Erfahrungen der vergangenen Wochenenden bis einschließlich Sonntag an dem Mitte Dezember verhängten Verbot festhalten wollen. Mit der frühzeitigen Aufhebung dürfen seit Samstag auch auswärtige Gäste das Ostseebad wieder besuchen.

Auch nach Angaben der Regionalleitstelle in Kiel gab es am Sonntag rund um die Landeshauptstadt keine größeren Verstöße gegen die Corona-Beschränkungen an den Küstenorten.

Unterdessen forderte Schleswig-Holsteins FDP-Fraktionschef Christopher Vogt ein Ende des Einreisestopps für Touristen nach Mecklenburg-Vorpommern. «Das kann man den Menschen nicht mehr erklären», sagte Vogt den «Lübecker Nachrichten» (Sonntag). Es sei auch nicht zu begründen, warum Schleswig-Holsteiner nicht in Mecklenburg-Vorpommern am Strand spazieren gehen dürften. «Es gibt zwar eine lange Liste mit Ausnahmen, aber ich finde es befremdlich, dass man innerhalb Deutschlands nicht frei reisen darf. Zumal die Inzidenzwerte bei uns geringer sind.» Die Landesregierung in Schwerin sollte daher «umgehend das Einreiseverbot aufheben».

Mehr lesen