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Grünes Bündnis: Die Grüne Allianz wird Teil der Alternative

Grünes Bündnis: Die Grüne Allianz wird Teil der Alternative

Grünes Bündnis: Die Grüne Allianz wird Teil der Alternative

Ritzau/ml
Kopenhagen
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Franciska Rosenkilde, Vorsitzende der Alternativpartei, freut sich über den Beitritt des grünen Bündnisses zur Partei Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

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Die Grüne Allianz geht in die Alternativen über. Die Fusion der beiden grünen Parteien soll die Kräfte bündeln, um eine stärkere Stimme im Folketing zu haben. Die Freien Grünen wollten sich dem grünen Bündnis nicht anschließen und setzen weiterhin auf den Alleingang.

Es ist Bewegung im dänischen Parteiensystem. Die Partei Grüne Allianz soll Teil der Alternative werden. Darauf hätten sich die beiden Parteien laut einer Pressemitteilung der Alternative geeinigt.

„Wir freuen uns sehr, dass die Grüne Allianz sich entschieden hat, unter unserem Namen zu laufen“, sagt Franciska Rosenkilde, die politische Leiterin der Alternative, in der Mitteilung. „Ich habe großen Respekt vor dem Vertrauensvotum und dem Mandat, das mir von der Grünen Allianz erteilt wurde, und ich begrüße sie in der Alternative.“

Kräfte bündeln

Nach Angaben der Parteien soll die Fusion dazu beitragen, dass die Grünen als starke Stimme im Folketing vertreten sind. Der politische Leiter der Grünen Allianz, Henrik Vindfeldt, ist zufrieden mit der Entscheidung, die Partei in die Alternative Partei einzugliedern.

„Der grüne Wandel und der Kampf für einen Planeten, auf dem Tiere und Menschen gedeihen, haben Vorrang vor allem anderen.“ Er habe volles Vertrauen in Franciska Rosenkilde, und darin dass sie die wichtigsten grünen Themen vorantreiben kann. Erst vor drei Wochen hat die Alternative Partei in einem offenen Brief in „Politiken“ sowohl das Grüne Bündnis als auch die Freien Grünen eingeladen, eine gemeinsame Front zu bilden.

Freie Grüne bleiben beim Alleingang

Während es offensichtlich nicht viel Mühe gekostet hat, das Grüne Bündnis ins Boot zu holen, sieht es bei den Freien Grünen anders aus. Der politische Führer der Partei, Sikandar Siddique, hat die ausgestreckte Hand, nach der Sommerfraktionssitzung seiner Partei im August, zurückgewiesen. Stattdessen hatte er vorgeschlagen, dass die Alternative sich auflöst und Teil der Freien Grünen wird.

„Ich habe Franciska und der Alternative von Anfang an gesagt, dass der kompromisslose Klimakampf unter dem Banner der Freien Grünen geführt werden muss. Sie sind mehr als willkommen, wenn sie für diese Linie bürgen können“, sagte Sikandar Siddique in einer schriftlichen Stellungnahme vergangene Woche.

Nicht alle teilten Siddiques Haltung. Erst vergangene Woche wurde bekannt, dass Uffe Elbæk die Freien Grünen verlässt und wieder zu den Alternativen geht, die er 2013 mitbegründete. Die Freien Grünen gingen vor zwei Jahren als Splitterpartei aus den Alternativen hervor.

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Walter Turnowsky ist unser Korrespondent in Kopenhagen
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