Deutsche Minderheit

„Zeit darüber zu reden“

„Zeit darüber zu reden“

„Zeit darüber zu reden“

Helge Möller
Helge Möller Journalist
Apenrade/Sankelmark
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Das Knivsbergfest lebt von der Teilnahme Jugendlicher. Foto: Archiv: Riggelsen

Auf der Neujahrstagung in Sankelmark vom 10. bis 13. Januar spielt die Jugendarbeit eine große Rolle.

„Wir pflegen auf der Neujahrstagung am Sonnabendabend gern ein Thema aus der Minderheit aufzugreifen“, sagt Uwe Jessen, Generalsekretär des Bundes Deutscher Nordschleswiger. In diesem Jahr kommt die Jugendarbeit in Nordschleswig auf den Prüfstand. „Es ist Zeit, darüber zu reden“, so Jessen und verweist auf Herausforderungen, vor denen die Verbände und die Zeitung „Der Nordschleswiger“ stehen.

Denn junge Menschen haben andere Gewohnheiten und Prioritäten als ältere, und so werden sich die angesetzten drei Stunden höchstwahrscheinlich um die Fragen drehen: Welche Wünsche und Forderungen haben Jugendliche an die Minderheit, und wie kommen Verbände und Vereine an Jugendliche heran. Wie es bisher läuft, dafür ist die erste Stunde vorgesehen, in der die Verbände innerhalb von fünf Minuten beschreiben, wie ihre Jugendarbeit aussieht. „Es geht um den jetzigen Stand der Dinge und den Austausch“, so Lasse Tästensen, Vereinskonsulent beim Deutschen Jugendverband für Nordschleswig.

„Wir haben vier Jugendliche gewinnen können, die an diesem Nachmittag ihre Sicht auf die Dinge wiedergeben“, sagt Uwe Jessen, der hofft, dass noch sehr viel mehr junge Leute die Tagung in Sankelmark besuchen. Wie viele es sein werden, vermag er nicht zu sagen, mit Blick auf die jungen SPitzen geht er davon aus, dass einige kommen werden. Nach Ansicht des Generalsekretärs stehen die Verbände der deutschen Minderheit nicht vor einem Problem in Sachen jugendlichem Nachwuchs, gleichwohl müssten sich alle Verbände und Vereine, und nicht nur deutsche, darüber Gedanken machen, wie sie Jugendliche dazu bringen, mitzumachen.

„Es gibt 1.000 Angebote, die Konkurrenz ist groß“, weiß Uwe Jessen, der gut verstehen kann, dass junge Menschen sich nicht auf Jahre binden möchten. Darauf müsse man reagieren und Lösungen finden so Jessen.

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