Deutsche Minderheit

Vorteil Intranet – nicht für alle

Jan Peters
Jan Peters Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Käthe Nissen
Käthe Nissen Foto: DN-Archiv

Weil die Kommune für alle Kindergärten zuständig ist, haben deutsche Institutionen unterschiedliche Plattformen.

Seit Kurzem erhalten die meisten Eltern von Kindern an großen Schulen des Deutschen Schul- und Sprachvereins (DSSV) Mitteilungen nicht mehr per Brief, sondern über ein internes, geschlossenes Kommunikationssystem.

Gemeinsames Informationssystem nicht möglich

Nicht immer fällt es den Eltern leicht, dabei den Überblick zu behalten. Denn: Das System wird nur von den Schulen genutzt. Sind auch noch Kinder in einem der deutschen Kindergärten in Nordschleswig untergebracht, werden dort wiederum andere Systeme gewählt.

Der DSSV hätte nichts gegen ein gemeinsames Informationssystem für alle Institutionen. Doch da die Kommunen für die Wahl des Kommunikationssystems stehen, ist dies nicht möglich, erklärt Käthe Nissen, pädagogisch-administrative Konsulentin beim DSSV.
„Natürlich wäre ein System für alle schön, doch das lässt sich durch die kommunale Vorgabe nicht umsetzen“, sagt sie.

DSSV, Schulen und Eltern sind sehr zufrieden mit der Handhabung.

Das Intranet der Schulen ist vor allem wichtig, weil dort alle Datenschutzverordnungen, die seit diesem Jahr gelten, eingehalten werden. DSSV, Schulen und Eltern sind sehr zufrieden mit der Handhabung.

„Das System ist für uns eine große Erleichterung. Wir müssen uns jetzt nicht mehr um die Einhaltung der Vorgaben zum Datenschutz kümmern“, berichtet Käthe Nissen.

Auch Tim Nissen, Konrektor der Deutschen Schule Tingleff (DST), findet die Plattform „für alle“, wie er sagt, gut. „Wir können damit alle erreichen. Kollegen, Eltern und sogar die Schüler. Alle sind auf einer Plattform versammelt“, erklärt er die Vorzüge des Intranets.

Allerdings brauche es Zeit, in das System hineinzuwachsen. Und das gelte für die Lehrer ebenso wie für die Eltern und Schüler. „Ich möchte das Angebot nicht mehr missen“, stellt der DST-Konrektor fest. Er nutzt das Intranet, das über die IT-Abteilung am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig für den DSSV eingekauft wurde, allerdings schon seit Jahren. Er weiß, dass es eine Umgewöhnungsphase für alle Beteiligten gibt. Bis ab dem kommenden Schuljahr an der DST nur das Intranet benutzt wird, gibt es parallel noch Infos per E-Mail oder Elternbrief.

Auch bei den Eltern ist das Intranet gut angekommen. Laura Bodeux, die Kinder an der Deutschen Privatschule Apenrade hat und mit dem System arbeitet, ist „positiv überrascht“, wie sie sagt.

„Es gibt eine App für das Mobiltelefon, und man bekommt direkt Bescheid, wenn ein Elternbrief oder eine Mitteilung eingegangen ist“, berichtet sie. Was ihr allerdings fehlt, sind die Elternbriefe am Kühlschrank, die an Termine erinnern. „Dafür muss ich mir jetzt etwas einfallen lassen, um nichts zu vergessen.“

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