Wasserversorgung

Trotz Dürre: Kein Mangel an Wasser in Nordschleswig

hee/swa
Nordschleswig
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Der dänische Wasserwerkeverband appelliert angesichts der Dürre an Bevölkerung in Dänemark. Diese sollten vernünftig mit dem kostbaren Nass umgehen und beispielsweise auf die Wässerung ihres Rasens verzichten.

Der Verband der dänischen Wasserwerke, Danva, fordert die Bürger angesichts der anhaltenden Trockenheit im Land zu sparsamerem Umgang mit dem Trinkwasser auf.

„Die Pumpen der Wasserwerke arbeiten auf Hochdruck angesichts des deutlichen Mehrverbrauches beim Trinkwasser“, so der Verbandsvorsitzende Claus Vangsgaard. Es gebe allerdings Grenzen, wie viel Wasser die Pumpen herbeischaffen könnten. Wasser sei genug für alle Verbraucher vorhanden. Diese sollten aber vernünftig mit dem kostbaren Nass umgehen und beispielsweise auf die Wässerung ihres Rasens verzichten. Selbst wenn das Gras jetzt welk erscheint, werde es beim nächsten Regen von allein wieder grün. Es müssten auch keine Gartenbassins mit Wasser gefüllt werden.

Wichtig sei es dafür zu sorgen, dass beispielsweise Tierhalter genug Wasser bekommen. Vangsgaard erklärt, dass im Prinzip überall in Dänemark ausreichend Grundwasser zur Verfügung stehe. Die Grundwasservorräte sollten aber nicht unnötig verringert werden.

Und wie sieht es aus mit der Trinkwasserversorgung in Nordschleswig? „Wir haben rund um Tingleff Wasser genug“, sagt Brian Hansen, Wachmitarbeiter im Tingleffer Wasserwerk. „Unsere Bohrungen gehen tief genug, da liegt ein großes Wasserreservoire, das noch sehr lange Wasser führt.“

Auch Kjeld Jessen, Vorsitzender des Feldstedter Wasserwerks, ist wegen der monatelangen Regenpause nicht besorgt, was die Wasserversorgung seiner Kunden angeht. „Wir liegen ja auf der sogenannten Ribe Formation, einem großen Wasserlager, das sich durch die Eiszeit gebildet hat. Wir trinken also mehrere tausend Jahre altes Wasser, und es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass wir bald auf dem Trockenen sitzen. So gesehen ist nahezu ganz Nordschleswig extrem gut abgesichert.“ Probleme bekämen eher jene Wasserwerke, deren Pumpen lediglich bis in 50 Meter Tiefe reichen.

„Die meisten Pumpen hier in der Region reichen aber bis 100 Meter tief.“ Das Feldstedter Wasserwerk stellt derzeit einen 40-prozentig gestiegenen Verbrauch fest. „Die Pumpen kommen damit bislang aber ganz gut klar“, so Kjeld Jessen.

Für Sønderborg Forsyning ist Direktor Lars Riemann für die Wasserversorgung zuständig. „Probleme haben wir wegen der Dürre nicht. Dennoch bitten wir unsere Kunden, sparsam mit Wasser umzugehen. Auch wenn wir noch lange genug Wasser hochpumpen können, bleibt es kostbar.“

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