Reform des Gesundheitswesens

Toft sieht neue Chancen für die Strahlentherapie

Toft sieht neue Chancen für die Strahlentherapie

Toft sieht neue Chancen für die Strahlentherapie

Dominik Dose
Dominik Dose Online-Redaktion
Apenrade/Aabenraa
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SP-Politiker Gösta Toft Foto: Cornelius von Tiedemann

Nach der Vorstellung der neuen Gesundheitsreform macht sich SP-Politiker Gösta Toft Hoffnungen, dass wieder neuer Schwung in die Wiederaufnahme der grenzüberschreitenden Strahlentherapie in Flensburg kommen könnte. Gesundheitsministerin Ellen Trane Nørby sei offener für das Thema als Stephanie Lose, meint er.

Angesichts der angekündigten Reform des Gesundheitswesens liegen Angst und Hoffnung bei Gösta Toft, der 2017 bei der Regionswahl für die Schleswigsche Partei kandidierte, eng beieinander.

Grundsätzlich hält er nichts davon, dass die Zügel des Gesundheitswesens künftig bis nach Kopenhagen reichen werden.

„Es ist ganz klar, durch Zentralisierung schafft man nicht mehr Bürgernähe – und die ist wichtig“, sagt Toft. Er habe ein großes Problem damit zu erkennen, wie die Regierung es schaffen möchte, die Behandlungen und Aufnahmen in den Krankenhäusern so zu senken. „Mir fehlt in dem Konzept komplett, dass wir eigentlich viel mehr 'Betten und warme Hände benötigen'. Ich bezweifle, dass die praktizierenden Ärzte das alles hinbekommen, wir haben ja jetzt schon zu wenige“, so der SP-Politiker. Weitere Schwierigkeiten sieht er für die Kommunen: „Es wird Jahre dauern, bis das alles reibungslos funktioniert.“

„Gute Größe gewählt“

Positiv sieht er unter anderem die neuen 21 Gesundheitsgemeinschaften. „Ich denke, damit wurde eine gute Größe gewählt. So werden wir eine zentrale Anlaufstelle für alle vier nordschleswigschen Kommunen bekommen.“ Auch der Anpassung der nationalen Qualitätsstandards kann er viel abgewinnen. „Dass das elektronische Patientenjournal landesweit vereinheitlicht wird, ist schon einmal eine richtig gute Sache, das brauchen wir unbedingt.“

Besonders für die grenzüberschreitende Strahlentherapie in Flensburg hatte sich Toft in der Vergangenheit eingesetzt – und hatte sich beim Regionsrat in Vejle damit immer wieder die Zähne ausgebissen. Durch die Umstrukturierung sieht er Chancen, dass neue Bewegung in die Sache kommen könnte. „Ich glaube, durch die Gespräche, die ich geführt habe, dass Gesundheitsministerin Ellen Trane Nørby offener für das Thema ist als Stephanie Lose“, sagt Toft. Auch wenn Lose wahrscheinlich die Vorsitzende der Gesundheitsverwaltung von Süddänemark werde, habe nun das Wort der Ministerin mehr Gewicht, meint er.

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