Wahlen 2021

Regionskandidatin will Deutsch fördern

Regionskandidatin will Deutsch fördern

Regionskandidatin will Deutsch fördern

Süddänemark
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Dorthe Schmittroth Madsen hat Kopenhagen besucht, um mit eine Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut zu besprechen. Foto: Walter Turnowsky

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Dorthe Schmittroth Madsen von den Konservativen bewirbt sich mit der Forderung einer Stärkung des Deutschunterrichts für den Regionsrat.

Dorthe Schmittroth Madsen möchte im November gerne für die Konservativen in den Regionsrat für Süddänemark einziehen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sie bestrebt ist, in den Medien vorzukommen.

Dass sie nun ausgerechnet beim „Nordschleswiger“ anfragt, ob ein Interview möglich ist, hat einen besonderen Grund: Sie hat sich nämlich die Förderung des Deutschunterrichts auf die politischen Fahnen geschrieben.

„Wir wollen als Konservative der Bevölkerung zeigen, dass man etwas kann, wenn man Deutsch spricht. Wir sollten nicht denken, dass man die Welt erobern kann, wenn man nur Englisch spricht. Da verpasst da man recht viel“, meint Schmittroth Madsen. Auf ihren Wunsch hin findet das Interview auf Deutsch statt.

Chance für Jugend und Region

Wie der erste Nachname andeutet, kommt das Interesse für das Deutsche nicht ganz von ungefähr. Sie hat in Deutschland studiert, dort ihren späteren Mann getroffen und ist so zu einem deutschen Namen gekommen. Sie unterrichtet an Haderslev Katedralskole Deutsch.

„Für die Region ist es wichtig, weil wir eine Grenzregion sind. Die Jugendlichen in der Region sollen sehen, dass man einen Job fünf Kilometer südlich der Grenze finden kann, wenn man Deutsch spricht – ohne dass sie deshalb umziehen müssen“, meint die Kandidatin.

Konkret wollen die Konservativen bereits vor den Regionalratswahlen einen Antrag einbringen, einen Topf von mindestens einer Million Kronen für eine Stärkung des Deutschunterrichts an den Gymnasien und in den Oberstufen der Volksschulen bereitzustellen.

„Die Mittel an den Schulen sind so begrenzt, dass kein Platz ist, einen wirklich spannenden Deutschunterricht zu entwickeln“, meint die Lehrerin.

Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut

Schmittroth Madsen stellt sich vor, dass die Mittel in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut in Kopenhagen eingesetzt werden. Das könnte es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, eine Goethe-Zertifikat, also einen in Deutschland anerkannten Schein, zu machen.

„Damit kann man sich bei einem deutschen Arbeitgeber oder an Schulen bewerben, und ich denke, das wäre ein Anreiz für junge Menschen.“

Auch biete das Goethe-Institut Lehrmittel und Fortbildungsmöglichkeiten, die man nutzen könnte, um den Unterricht spannender zu gestalten.

„Ich will zeigen, dass Deutsch geil ist“, sagt Schmittroth Madsen und ist somit in den Wahlkampf gestartet.

Die Konservativen werden am Mittwochabend die Reihenfolge auf der Liste für die Regionalratswahlen festlegen.

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