Gesundheitswesen

Region Süddänemark mit den meisten ambulanten Behandlungen

jrp
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Scanpix

Die Zahl der kleinen, unkomplizierten Eingriffe ist im vergangenen Jahr in Süddänemark um 22 Prozent mehr gestiegen als im Rest des Landes. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Betttage.

In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Tage, die dänische Bürger im Krankenhaus verbracht haben, um 24 Prozent gefallen. Mit die niedrigste Anzahl wurde in der Region Süddänemark registriert. Hier gab es 2017 durchschnittlich knapp 600 sogenannte Betttage pro 1.000 Einwohner. Im Gegensatz dazu wurden in der Region Seeland durchschnittlich 780 Betttage je 1.000 Einwohner verbucht.

Die Statistiker stellen fest, dass die Bevölkerungszusammensetzung großen Einfluss auf diese Zahlen habe. So sei der sozio-ökonomische Status und die Altersverteilung von Bedeutung, berichtet das Statistikamt.

Viele „kleine“ Eingriffe

Gleichzeitig hat die Region Süddänemark die höchste Zahl von ambulanten Behandlungen. 1.653 je 1.000 Einwohner mit dieser Art Behandlungen gab es im vergangenen Jahr – 22 Prozent mehr, als der Landesdurchschnitt. Dabei handelt es sich beispielsweise um kleine unkomplizierte Eingriffe, nach denen die Patienten nach Hause entlassen werden und nicht zusätzliche Zeit im Krankenhaus verbringen, wo weitere Kosten entstehen.

Diese sehr großen süddänischen Gegensätze spiegeln jedoch die allgemeine Entwicklung im Land wider. So stieg die Zahl der ambulanten Behandlungen in den vergangenen zehn Jahren um 26 Prozent, während die Menge der Betttage um 24 Prozent sank. Die Anzahl der Menschen, die im Jahr 2017 eine Notaufnahme in Anspruch nehmen mussten, ist um 2,3 Prozent gestiegen. Insgesamt haben 836.000 dänische Bürger die Notaufnahmen mehr als 1,1 Millionen Mal in Anspruch genommen.

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