Landwirtschaft

Rapsbauern profitieren von steigenden Preisen

Rapsbauern profitieren von steigenden Preisen

Rapsbauern profitieren von steigenden Preisen

Tingleff/Tinglev
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Die Rapsfelder in Nordschleswig strahlen in einem kräftigen Gelb. Foto: Karin Riggelsen

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Im Gegensatz zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern freuen sich die Landwirtinnen und Landwirte, die Raps angebaut haben, über die steigenden Preise für Raps. In diesem Jahr können sie dank der großen Nachfrage hohe Einnahmen verzeichnen.

Die Preise für Raps sind stark gestiegen. In diesem Jahr können Landwirtinnen und Landwirte für 100 Kilogramm Raps 560 bis 600 Kronen bekommen. Im vergangenen Jahr waren es 280 bis 300 Kronen. Das berichtet Hans Henrik Post, Abteilungsleiter Pflanzenbau, Ökologie und Umwelt beim Landwirtschaftlichen Hauptverein für Nordschleswig (LHN), gegenüber dem „Nordschleswiger“.

Knappes Angebot

Der Preisanstieg hat viele Gründe. Unter anderem ist die Ernte in Kanada aufgrund von Trockenheit in den vergangenen Jahren schlecht ausgefallen, weshalb wenig importiert werden konnte. „Es wird direkt für den Verbraucher produziert, es gibt fast keine Reserven“, so Post.

Auch das importierte Soja, das für Tierfutter verwendet wird, ist teurer geworden, und daher weichen die Käuferinnen und Käufer jetzt auf Raps aus.

Durch den Krieg in der Ukraine wird der importierte Raps, wenn überhaupt, später kommen, vermutet der Pflanzenbauberater. „Die Landwirte vor Ort haben auch das Problem, dass es keinen Diesel für ihre Traktoren gibt“, so Post.

Doppelte Einnahmen

Bereits vor einem Jahr hat der LHN-Experte seinen Kundinnen und Kunden empfohlen, aufgrund der hohen Sojapreise Raps anzupflanzen. „Der Trend zeichnet sich nach einer größeren Nachfrage ab, und dies müssen die Landwirte unbedingt ausnutzen“, sagte Post vor einem Jahr in einem Interview mit dem „Nordschleswiger“.

„Für die Landwirtinnen und Landwirte, die Raps angebaut haben, sind die steigenden Preise gut. Sie können in diesem Jahr doppelte Einnahmen verzeichnen, sofern es bald regnet. Wenn es in den nächsten zwei Wochen nicht regnet, ist es für die Ernte katastrophal“, so der Pflanzenbauberater.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Das Gute und das Böse“