Gesundheitssystem

Patienten in den Krankenhäusern wollen besser einbezogen werden

Patienten in den Krankenhäusern wollen besser einbezogen werden

Patienten in den Krankenhäusern wollen besser einbezogen werden

Sara Wasmund
Sara Wasmund Hauptredaktion
Vejle
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Foto: Tobias Nicolai / Ritzau Scanpix

Bei der landesweiten Untersuchung zur Patientenzufriedenheit schneidet das Sygehus Sønderjylland gut ab. Doch es gibt noch Luft nach oben, sagt Qualitätschef Thomas Cotzand – und nennt Beispiele.

Was passiert eigentlich mit mir und warum? Patienten des Sygehus Sønderjylland wollen in Zukunft besser einbezogen werden. Diese Erkenntnis zieht das Regionalkrankenhaus aus der neuen Untersuchung zur Patientenzufriedenheit („landsdækkende undersøgelse af patientoplevelser“, LUP), für die 75.000 Süddänen befragt worden sind. Ein großer Teil der Befragten hat Antworten gegeben.

Das Ergebnis der 151 Fragen: Generell nimmt die Zufriedenheit der Patienten in den Krankenhäusern in Apenrade, Sonderburg und Tondern zu. „Bei 72 Fragestellungen liegen wir über dem Landesdurchschnitt, 72-mal liegen wir im Landesdurchschnitt, und bei fünf Fragen liegen wir unter dem Durchschnitt“, erläutert der Qualitätschef des Krankenhausverbundes, Thomas Cotzand.

Er sieht weiterhin Luft nach oben: „Wir wollen uns gerne verbessern, und daher freuen wir uns, dass uns die Patienten in 58 Fragen besser bewertet haben als noch vor einem Jahr und dass der Pfeil nur einmal nach unten zeigt“, so Cotzand. Die Unzufriedenheit der Patienten bezieht sich bei Letzterem auf die Wartezeit bei der Ankunft, die ambulante Patienten erleben. Hier lag die Zufriedenheit 2017 bei 4,11, 2018 bei 4,07 (die Skala liegt zwischen 0 sehr schlecht und 5 sehr gut).

„Wir können anhand der LUP sehen, dass die Patienten den Wunsch haben, stärker in ihre eigene Behandlung involviert zu werden und dass sie generell besser informiert werden wollen. Da werden wir also einen besonderen Fokus drauf haben“, unterstreicht Thomas Cotzand.

Um das zu erreichen, will Sygehus Sønderjylland vermehrt mit gemeinsamen Entscheidungsprozessen arbeiten. Mikkel Dybtved-Ntarampa Andersen, Kommunikationschef im Sygehus Sønderjylland, erklärt: „Früher war es so: Der Arzt sagt dem Patienten ,Du hast Krebs und kriegst die oder die Behandlung’. Heute sagen wir: ,Du hast Krebs, diese Möglichkeiten gibt es nun für dich, für welche möchtest du dich entscheiden?’. Die Patienten sollen selbst mitentscheiden, was sie wollen. Wie sie behandelt werden wollen – oder ob sie überhaupt behandelt werden wollen.“

Das übergeordnete Ziel ist also die bessere Einbeziehung der Patienten. Darüber hinaus erhalten alle Abteilungen ihre eigenen LUP-Ergebnisse. „Hier werden die Abteilungen dann ihre detaillierten Rückmeldungen zur Kenntnis nehmen – und Kritik umsetzen. Und zwar ganz konkret in vielen verschiedenen Punkten. Unsere drei Krankenhausdirektoren werden in den kommenden Wochen bei ihren Besuchen vor Ort zusammen mit den Abteilungsleitern die Berichte durchgehen, um festzulegen, wie man die Kritik umsetzen will“, so der Kommunikationschef. „Einige Patienten haben dem Fragebogen auch schriftliche Bemerkungen hinzugefügt. Auch die werden wir uns zu Herzen nehmen.“

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