Wahlen 2017

Offene Wahllokale – offener Wahlkampf

Offene Wahllokale – offener Wahlkampf

Offene Wahllokale – offener Wahlkampf

Apenrade/Hadersleben
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Gösta auf Wahlkampf-Tour mit dem SP-Käfer. Foto: Archiv

Auch am Wahltag betreibt SP-Spitzenkandidat Gösta Toft noch Wahlkampf in Hadersleben – und das aus gutem Grund: Jeder zehnte Wähler entscheidet sich laut Untersuchung nämlich erst am Wahltag, wo er sein Kreuz setzt.

Der Tag der Entscheidung ist gekommen, die Wahllokale sind geöffnet – doch das heißt nicht, dass der Wahlkampf schon beendet ist.

Der Spitzenkandidat der Schleswigschen Partei für die Regionswahl, Gösta Toft, ist noch immer voll im Wahlkampfmodus und versucht am Dienstagmorgen auf dem Markt in Hadersleben noch die letzten Wähler von sich zu überzeugen. „Hier ist richtig was los und die Stimmung ist super. Einige haben natürlich schon gewählt, aber viele müssen noch – und die kann ich vielleicht für mich gewinnen“, so Toft zum Nordschleswiger.

Jeder Zehnte entscheidet sich erst am Wahltag

Dass die Strategie des SP-Kandidaten genau die richtige ist, belegen auch Forschungen von Danmarks Medie- og Journalisthøjskole. Demnach entscheidet sich jeder zehnte Wähler nämlich erst am Wahltag, wo er sein Kreuz setzt.

„Daher wäre es dumm von den Kandidaten am Wahltag mit dem Wahlkampf aufzuhören. Das wäre, als wenn man einen Marathon laufen und einen Kilometer vor dem Ziel stoppen würde“, sagt Forschungschef, Roger Buch, zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Seine Forschungen zeigen sogar, dass der Einsatz kurz vor der Ziellinie durchaus Wirkung hat. „Wir wissen, dass die Kandidaten und Parteien belohnt werden, die bis zum Schluss durchhalten.“

Die Unentschlossenen

Die zehn Prozent der Wähler, die sich erst am Wahltag entscheiden sind laut Buch diejenigen, die den Wahlkampf wenig verfolgt haben oder unentschlossen sind, ob sie überhaupt wählen gehen sollen.

Und von denen will auch SP-Mann Gösta Toft auf den letzten Metern noch einige überzeugen, ihr Kreuz setzen zu gehen – am besten natürlich bei der Schleswigschen Partei.

Foto: Uwe Jessen
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