Deutsche Minderheit

NiM-Woche am DGN: Der Lehrer wird zum Zauberer

NiM-Woche am DGN: Der Lehrer wird zum Zauberer

NiM-Woche am DGN: Der Lehrer wird zum Zauberer

Kilian Neugebauer
Kilian Neugebauer
Apenrade/Aabenraa
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Aktive Teilnahme an der NiM-Woche: zwei Schüler der Deutschen Schule Pattburg (Padborg) beim Experimentieren Foto: Kilian Neugebauer

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Schülerinnen und Schüler für die Naturwissenschaft zu begeistern, wenn Berührungsängste bestehen, ist keine leichte Aufgabe. Das Projekt „Naturwissenschaft im Mittelpunkt“ fand diese Woche statt und faszinierte die Schulkinder dank vieler Experimente und engagierter Kollegen des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig.

Eine Reihe an Experimenten erwartete die Mädchen und Jungen der deutschen Schulen in Nordschleswig, die diese Woche bei der Naturwissenschaft im Mittelpunkt (NiM) am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig (DGN) zu Besuch waren. Die Experimente haben wahrlich zum „Staunen“ eingeladen – dem diesjährigen Thema der NiM-Woche in Dänemark.

Kurzerhand schlüpften Schulrektor Jens Mittag und seine Kollegen der naturwissenschaftlichen Fächer Stefan Prochaska-Frenzel und Fynn Logemann in die Rolle der Zauberer, die den Schulkindern naturwissenschaftliche Phänomene näherbrachten. „Diese Veranstaltung soll die Schülerinnen und Schüler für die Naturwissenschaften begeistern, sie sollen selbst experimentieren und Neues lernen“, erklärt DGN-Schulrektor Jens Mittag.

Das Experiment der Schüttelflasche: zwei Schülerinnen befüllen die Plastikflaschen. Foto: Kilian Neugebauer

Diese Veranstaltung soll die Schülerinnen und Schüler für die Naturwissenschaften begeistern, sie sollen selbst experimentieren und Neues lernen.

Jens Mittag, Schulrektor

Faszinierte Schülerinnen und Schüler

Experimente mit der Schwerkraft, Trockeneis und Seifenblasen: Die Schülerinnen und Schüler, die bei vielen Experimenten selbst aktiv wurden, waren fasziniert und filmten das Geschehen munter mit. Das Programm der NiM-Woche war gut gefüllt, die Lehrkräfte zauberten verschiedene naturwissenschaftliche Phänomene aus dem Ärmel.

Voller Stolz präsentierten die Schulkinder am Ende ihre Plastikflaschen, deren Inhalt – Traubenzucker, destilliertes Wasser, Natriumcarbonat und blauer Farbstoff – durch kräftiges Schütteln die Farbe wechselte.

Die Jungen und Mädchen schütteln die Plastikflaschen kräftig, damit der Effekt sichtbar wird. Foto: Kilian Neugebauer

Wie löscht die Feuerwehr einen durch Benzin verursachten Brand? Welche naturwissenschaftlichen Methoden nutzt ein Detektiv, um Spuren zu sichern? Die Experimente zeigen, wie viel Einfluss naturwissenschaftliche Phänomene in unserem Alltag haben und geben den Schülerinnen und Schülern neues Wissen mit auf den Weg.

Die Aufgaben einer Feuerwehrfrau in Klein: Die Schülerin löscht die Flamme mit Kohlenstoffdioxid. Foto: Kilian Neugebauer

Jeder kann am Naturwissenschaftsunterricht teilnehmen – nicht nur Jungs. Ich würde mich freuen, wenn wir es schaffen, gesellschaftliche Bilder und Vorurteile abzubauen und mehr Mädchen für unsere Fächer zu begeistern.

Fynn Logemann, Lehrer

Die Chance, Vorurteile und Barrieren abzubauen

Für die Zukunft wünschen sich die Lehrkräfte mehr Neugierde der Schülerinnen und Schüler für naturwissenschaftliche Fächer. Sowohl die ersten Berührungen mit dem Gymnasium als auch die Experimente der NiM-Woche sollen Vorurteile und Barrieren unter den jüngeren Schulkindern abbauen. „Jeder kann am Naturwissenschaftsunterricht teilnehmen – nicht nur Jungs. Ich würde mich freuen, wenn wir es schaffen, gesellschaftliche Bilder und Vorurteile abzubauen und mehr Mädchen für unsere Fächer zu begeistern“, meint Fynn Logemann, Lehrer am DGN in Apenrade.

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