Umwelt & Natur

Naturbehörde passt Wälder dem Klimawandel an

Naturbehörde passt Wälder dem Klimawandel an

Naturbehörde passt Wälder dem Klimawandel an

Tingleff/Tinglev
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Nach dem schweren Orkan im Herbst 2013, als es schwere Schäden z. B. im Bommerliunder Forst zwischen Tingleff und Pattburg gab, hat die Naturbehörde Tausende Bäume neu geplanzt. Ziel ist es, die Wälder an den Klimawandel anzupassen. Foto: Naturstyrelsen

Das zuständige Forstamt arbeitet im Raum Pattburg/Padborg an der Umwandlung der Flächen mit Nadelgehölzen in sturmsichere Bestände mit Laubbäumen. Viele Wälder werden momentan ausgelichtet.

In den ausgedehnten Forsten nördlich von Pattburg und Krusau/Kruså, die der staatlichen Naturbehörde „Naturstyrelsen“ unterstehen, werden momentan vor allem jüngere Baumbestände ausgelichtet. Dabei kommen auch Maschinen zum Einsatz.

Auslichtung nötig

Die Leiterin der Dienstelle der Naturbehörde in Gravenstein/Gråsten, Inge Gillesberg, berichtet, dass die Auslichtungen erforderlich sind, damit auf längere Sicht kräftige, große Bäume heranwachsen können.

Nadelholzforste vor 1920 gepflanzt

Sie berichtet dem „Nordschleswiger“, dass in den Nadelholzforsten, die vielfach noch während der Zugehörigkeit Nordschleswigs vor 1920 auf sandigen Heiden gepflanzt worden sind, langfristig möglichst in Laubwälder verwandelt werden sollen.

„Wir haben besonders nach den schweren Stürmen 1999 und 2013 mit viel Windbruch Laubbäume gepflanzt“, so Inge Gillesberg. Damit würden die Wälder künftig besser gegen Sturm gefeit sein. „Das wird aber noch Jahrzehnte dauern. Noch sind die Neupflanzungen nicht in einem Alter, um die Wälder zu prägen“, berichtet die Försterin. Es werden wohl noch weitere 20 Jahre vergehen, bis die Umstellung Wirkung zeigt.

Jüngste Sturmserie verlief glimpflich

Sie berichtet, dass bei der jüngsten Sturmserie die Schäden in den Wäldern ihrer Behörde zum Glück nur gering ausgefallen sind. Bei der Naturbehörde wird bei den Neupflanzungen auch der Klimawandel berücksichtigt. Es werden Baumarten gewählt, die möglichst unempfindlich gegen Hitze- und Trockenperioden sind und auch Überschwemmungen verkraften können. Neben Eichen und Buchen könnten künftig auch Hainbuchen angepflanzt werden.

Resistente Eschen

Inge Gillesberg berichtet, dass in den vergangenen Jahren in ihrem Zuständigkeitsbereich viele Eschen gefällt werden mussten, die an der Wipfeldürre litten, ausgelöst durch eine Pilzinfektion, die zum Absterben auch großer Bäume führt. „Wir hoffen, dass sich in den Wäldern inzwischen Eschen durchsetzen, die gegen die Pilzinfektion immun sind“, so Inge Gillesberg.

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