Haushalt

Millionen für Arbeit der Minderheit verteilt

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
Nordschleswig
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Jede Menge Anträge wurden diese Woche vom Hauptvorstand des Bundes Deutscher Nordschleswiger behandelt. Foto: Gwyn Nissen

Der BDN-Hauptvorstand hat beschlossen, Geld in die Modernisierung des deutschen Kindergartens in Gravenstein/Rinkenis zu investieren und weitere Projekte zu fördern. Andere Renovierungsarbeiten wurden dagegen verschoben.

Viel Geld wurde bei der jüngsten Hauptvorstandssitzung des Bundes Deutscher Nordschleswiger verteilt: mehr als vier Millionen Kronen für die Arbeit in der deutschen Minderheit.

Für Investitionen stehen dem BDN aus Bundesmitteln jährlich 614.000 Euro zur Verfügung. 200.000 Euro davon waren schon verplant – die letzten 400.000 werden 2020 in die Renovierung des deutschen Kindergartens in Gravenstein investiert.

Dagegen wurden Renovierungsarbeiten an der Nachschule (u. a. Mitarbeiter- und Gästetoiletten bei der Aula sowie Dacherneuerung am Mädchen-Bau – insgesamt fast eine Million Kronen) verschoben. Das galt ebenfalls für den Neubau eines deutschen Kindergartens in Lügumkloster in unmittelbarer Nähe der Schule. Diese Kosten belaufen sich auf 8,4 Millionen Kronen. Das Projekt soll nach Möglichkeit 2021/22 durchgeführt werden.

Einer „Erweiterung“ des Internats des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig wurde ebenfalls zugestimmt. Es dreht sich um den Umbau des Schulleiterhauses, wo Platz gemacht werden soll für zehn Internatsschüler. Durch die Mieteinnahmen trägt sich das Projekt in Höhe von 1,75 Millionen Kronen selbst.

Im Deutschen Ruderverein Norderharde ist eine neue Wärmeanlage fällig. Dafür werden 2019 20.000 Euro vom Land Schleswig-Holstein bereitgestellt.

Projektgelder aus dem Nordschleswig-Topf

Auch aus dem Fördertopf Nordschleswig-Mittel wurde vom BDN-Hauptvorstand Projektförderung verteilt. BDN und „Nordschleswiger“ erhalten 2019 für die Fortsetzung und Produktion der W!R-Beilage 100.000 Kronen.

Die Schleswigsche Partei hat ein neues Marketingbüro und damit auch ein neues Konzept, das vor allem im digitalen Bereich neue Akzente setzen will: Dafür werden 2019 und 2020 jeweils 130.000 Kronen benötigt.

Der Deutsche Jugendverband will das Konzept Team Nordschleswig erweitern und erhält dafür 150.000 Kronen in 2019 und 194.000 Kronen in 2020. Neben Fußball und Handball hat sich vor allem der Faustballsport entwickelt. Eine Damenmannschaft ist hinzugekommen, und außerdem hat der Jugendverband gemeinsam mit dem Deutschen Schul- und Sprachverein das Projekt „Faustball in der Schule“ begonnen. Team Nordschleswig wurde vom BDN-Hauptvorstand als ein „Identitätsschaffendes Projekt“ beschrieben, das in den vergangenen Jahrzehnten nach Auflösung der Auswahlmannschaften gefehlt habe.

Weitere 135.000 Kronen wurden für die Entwicklung einer historischen App und Homepage „Spuren der Kaiserzeit“ bewilligt. Das Projekt wird mithilfe des Museum Sønderjylland durchgeführt.

Schließlich wird eine Million Kronen als Teilfinanzierung in eine neue Wärme- und Belüftungsanlage der Sporthalle Tingleff investiert. Dafür wird die Halle in Zukunft fast 180.000 Kronen jährlich an Energiekosten sparen können.

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