Gesundheitswesen

Mehr Hausbesuche der Ärzte lohnen sich

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Vejle
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Der Verband der praktischen Ärzte und die Region Süddänemark sind zufrieden mit Neuregelung zur Stärkung der Rolle der Hausärzte.

Die Stärkung der Rolle der Hausärzte und der kommunalen Krankenpflege im dänischen Gesundheitswesen steht schon seit längerer Zeit auf der Tagesordnung der dänischen Gesundheitspolitik. Meist wurde das mit dem Trend begründet, dass viele Patienten sehr schnell nach Krankenhausbehandlungen nach Hause entlassen werden.

Leider oft mit dem Ergebnis, das erneute Einweisungen ins Krankenhaus erforderlich werden, weil die Betreuung im eigenen Heim nicht optimal ist. In der Region Süddänemark wird seit einiger Zeit das Konzept verfolgt, zur Verbesserung der ärztlichen Betreuung schwer kranker Patienten, die beispielsweise nach Krankenhausbehandlungen nicht in der Lage sind, den eigenen Hausarzt in dessen Praxis zu konsultieren, Hausbesuche der Ärzte zu ermöglichen.

Möglich wird das durch bessere Honorierung der zeitaufwendigen Hausbesuche im Rahmen der Verträge zwischen Region Süddänemark und dem Verband der praktischen Ärzte (PLO) in der Region, zu der auch Nordschleswig gehört. Der Vorsitzende des Verbandes in Süddänemark, Jørgen Skadborg erklärte gegenüber Danmarks Radio, dass von der besseren finanzielle Honorierung der Hausbesuche nicht nur die Patienten profitierten, sondern auch das Gesundheitswesen entlastet werde, weil teuren Krankenhausaufenthalten vorgebeugt werden könne.

Die Vorsitzende der Region Süddänemark, Stephanie Lose (Venstre), äußerte sich ebenfalls zufrieden mit der Neuregelung in ihrem Zuständigkeitsbereich. Der Regionsrat als politisches Organ, das Details der gesundheitlichen Versorgung festlegen kann, hat in Süddänemark auch seinen Spielraum genutzt, um die ärztliche Versorgung in Pflegeheimen zu verbessern. Dazu zählt die Regelung, das ein fester Arzt für die Bewohner eines Pflegecenters zuständig ist und so die eigenen „Schützlinge“ kontinuierlich betreuen kann.

Als Problem zeigt sich allerdings die Tatsache, dass es akuten Mangel an Hausärzten gerade in der Region Süddänemark gibt.

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