Deutsche Minderheit

Kulturnacht in Kopenhagen: „Gute Gespräche geführt“

Kulturnacht in Kopenhagen: „Gute Gespräche geführt“

Kulturnacht in Kopenhagen: „Gute Gespräche geführt“

jt
Kopenhagen
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Jakob Ellemann-Jensen mit BDN-Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen und BDN-Generalsekretär Uwe Jessen Foto: Harro Hallman

Zur traditionellen Kulturnacht in Kopenhagen waren auch wieder Vertreter der Deutschen Minderheit vor Ort. Dabei entstanden viele interessante Gespräche.

In Kopenhagen lief am Freitagabend in Christiansborg, wo das dänische Parlament tagt, die Kulturnacht vom Stapel. Die deutsche Minderheit nutzte deshalb wieder die gute Gelegenheit, sich vor Politikern und anderen Besuchern vorzustellen.

„Wir haben viele gute Gespräche geführt“, erklärt der Kommunikationschef des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), Harro Hallmann, gegenüber dem „Nordschleswiger“. „Wir erleben aber leider immer wieder, dass viele Besucher die Minderheit in Nordschleswig nicht kennen“, stellt er fest. Deshalb sei es gut, dass die Minderheit einen Stand bei der Kulturnacht habe, „um zu zeigen, wer wir sind“, so der Kommunikationschef. Dabei hätten auch die beiden Vertreter der Jungen Spitzen, Tobias Klindt und Andreas Jessen, eine gute Arbeit geleistet.

Ihm zufolge seien in diesem Jahr nicht ganz so viele Besucher wie in den vergangenen Jahren gekommen. In Kopenhagen habe es den ganzen Abend geregnet und die Besucher mussten vor dem Schloss warten, um durch die Sicherheitskontrolle zu kommen. „Das Wetter kann einige von einem Besuch abgehalten haben“, sagt Hallmann.

An prominenten Gästen, die den Stand der Minderheit besuchten, konnte er unter anderem den neuen Vorsitzenden der Partei Venstre , Jakob Ellemann-Jensen, nennen.

Auch der BDN-Hauptvorsitzende, Hinrich Jürgensen, blickt auf eine erfolgreiche Kulturnacht zurück. In seinem Gespräch mit Ellemann habe er unter anderem betont, dass die Minderheit mit Venstre über Jahre eine gute Zusammenarbeit gehabt habe. „Daraufhin hat Ellemann mir versichert, dass das unter seiner Parteileitung auch so bleiben wird“, so Jürgensen.

Ihm zufolge sei die ganze Zeit viel los gewesen. „Die Besucher waren sehr interessiert“, betont der Hauptvorsitzende. Auch in diesem Jahr hatten die Vertreter der Minderheit ein kleines Quiz mit drei Fragen zur Minderheit vorbereitet. Eine der Fragen war unter anderem, wo ein zweisprachiges Ortsschild stehen würde – in Flensburg, Sonderburg oder Hadersleben. „Viele waren überrascht, dass in Nordschleswig keines steht und fanden es gerade vor dem Jubiläumsjahr 2020 unverständlich“, so Jürgensen. Die positive Resonanz aus Kopenhagen bezüglich der zweisprachigen Ortsschilder habe ihn sehr gefreut.

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