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Knivsbergfest: Warum es keinen Ersatztermin geben kann

Knivsbergfest: Warum es keinen Ersatztermin geben kann

Knivsbergfest: Warum es keinen Ersatztermin geben kann

Knivsberg/Knivsbjerg  
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Jugendverbandsleiter Thore Naujeck weiß noch nicht, wie viel Gelder für das abgesagte Knivsbergfest rückerstattet werden können (Archivbild). Foto: Karin Riggelsen

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Ein Fest in der Größenordnung des Knivsbergfests ist teuer, und für einen Ersatztermin fehlen die Mittel. Ob und wie viel Geld zurückerstattet werden kann, ist noch unklar. Gespräche mit den Anbieterinnen und Anbietern werden derzeit geführt.

„Ich will mich ungern auf eine Zahl festlegen, das wäre unseriös“, antwortet Jugendverbandsleiter Thore Naujeck im Interview auf die Frage, wie viele Kosten zurückerstattet werden können, nachdem das diesjährige Knivsbergfest kurzfristig aufgrund einer Schlechtwetterwarnung abgesagt werden musste. 

Gemietete Zelte und Technik, gekaufte Lebensmittel und Getränke: Eine Veranstaltung wie das Knivsbergfest ist teuer. Nun laufen die Verhandlungen darüber, ob ein Teil der Kosten zurückerstattet werden kann. „Vieles war bereits aufgebaut, etwa Technik, da ist es schwierig, die Kosten wieder zurückzuholen“, sagt Naujeck. Auch der Auf- und Abbau der Zelte sei ein Service, der bezahlt werden musste, obwohl die Zelte nicht genutzt wurden: „Es war eben sehr kurzfristig“, so Naujeck.

Ausweichtermin nicht möglich 

Die Frage nach einem Ausweichtermin muss Naujeck verneinen: „Die Finanzierung für dieses Jahr ist in das abgesagte Fest geflossen. Wir bräuchten mehr Geld, um das überhaupt realisieren zu können.“ 

„Mich irritiert die Frage immer etwas. Sie zeigt, wie wenig die Menschen wissen, wie viel Aufwand das Fest eigentlich bedeutet. Wir fangen jetzt schon an, für nächstes Jahr zu planen.“

Thore Naujeck

Abgesehen von der finanziellen Absage kann Naujeck die Frage nach einem Ersatztermin auch aus einem weiteren Grund nicht nachvollziehen: „Mich irritiert die Frage immer etwas. Sie zeigt, wie wenig die Menschen wissen, wie viel Aufwand das Fest eigentlich bedeutet. Wir fangen jetzt schon an, für nächstes Jahr zu planen“, erklärt er und fügt hinzu: „Die meisten Verantwortlichen sind bereits ein Jahr im Voraus in die Planung eingebunden, bevor es in die heiße Phase drei bis vier Monate vorher geht.“

Zudem gibt es bestehende Verträge mit anderen Beteiligten, die nicht einfach abgesagt werden können: „Wir haben schließlich auch Buchungen auf dem Knivsberg.“

Enttäuscht, aber die richtige Entscheidung 

Thore Naujeck ist nach wie vor enttäuscht über die Absage des Fests, steht aber voll und ganz hinter dem gemeinsamen Entschluss: „Es war eine schwere Entscheidung, die wir gemeinsam mit dem Ausschuss getroffen haben“, so Naujeck. „Bei allen Mitarbeitenden war es ein komisches Gefühl, vor allem wenn man so intensiv darauf hingearbeitet hat. Trotzdem bin ich nicht im Zweifel, dass es die richtige Entscheidung war.“

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