Deutsche Minderheit

„Geschenk von den Eltern“

„Geschenk von den Eltern“

„Geschenk von den Eltern“

Anna Ponomareva
Flensburg
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Moderator Kay Richert brachte die Teilnehmer des Dialogtreffens eingangs mit einer Frage zum Nachdenken. Foto: shz

Schülerbotschafter des Deutschen Gymnasiums Apenrade diskutierten an der FH Flensburg über ihr Leben im Grenzland.

Was bedeutet es, Grenzland zu erleben? Mit dieser Frage eröffnete Moderator und Landtagsabgeordneter Kay Richert den 15. Dialog des ADS-Grenzfriedensbundes am Donnerstag an der Europa-Universität Flensburg. Die Veranstaltung wurde vom ADS-Grenzfriedensbund in Kooperation mit dem Deutschen Gymnasium Apenrade, dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) und der Europa-Universität Flensburg organisiert.

Das Programm begann mit einem Impulsreferat über Grenzen durch Dr. Jan-Christian Schwarz vom Alten Gymnasium Flensburg. Später diskutierten vor 40 Besuchern die Schülerbotschafter des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig in Apenrade – Stella Sina, Hans Fedder Kley und Christian Fuglsang – , welche Vorteile es für Jugendliche mit sich bringt, an der Grenze zu leben.

Persönliche Geschichte

Sie erzählten ihre persönliche Geschichte und bezeichneten ihre Situation als „Geschenk von den Eltern“. So würden alle drei gleichzeitig sehr gut Deutsch und Dänisch sprechen und hätten zudem gute Studien- und Berufschancen. Sowohl in Deutschland als auch in Dänemark. Als Schülerbotschafter halten sie oft Vorträge und erzählen in anderen Bundesländern über ihr Leben. Dies machte sich auch daran bemerkbar, wie selbstbewusst sie vor dem Publikum auftreten. Offensichtlich trafen die Geschichten die Zuhörer ins Herz. Sie stellten den Schülern zahlreiche Fragen. Eine davon war an Stella Sina: „Wo wollen Sie studieren?“ „In Kopenhagen. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass ich ein paar Umtauschsemester in Berlin durchführe“, war die eindeutige Antwort.

Als dritter Redner des Dialogs „Grenzland erleben“ trat Andreas Heiler, Fachbereichsleiter und Pädagogische Leitung der Schullandheime des ADS-Grenzfriedensbundes auf. Aus seiner Erfahrung als Lehrer hat er gemerkt, dass für die Kinder heute die Idee der „Grenze“ kompliziert und nicht klar ist.

Um sie für die Kinder zu vereinfachen, hat er unterschiedliche Spiele ausgearbeitet. Zur Aufmerksamkeit des Publikums wurden drei Spiele vorgestellt: „Schmuggel Bande“ (Abenteurspiel rund um das Thema Grenze), „Grenz-Gänger“ (Aktions-Spiel um Tauschen, Handeln und Verhandeln) und auch eine Möglichkeit, einen eigenen Film über die Grenzgeschichte zu machen. Die Gäst begrüßten das Angebot mit lautem Applaus.

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