Besuch in Brüssel

Europa für alle

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Seewang/Brüssel
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Jørgen Popp Petersen (3.v.l.) in Brüssel. Foto: Privat

Jørgen Popp Petersen hat für die deutsche Minderheit am von der EU eingerichteten „Partizipativen Bürgerdialog über die Zukunft Europas“ teilgenommen.

Brüssel Jørgen Popp Petersen aus Seewang ist für die deutsche Minderheit nach Brüssel gereist, um am „Partizipativen Bürgerdialog über die Zukunft Europas“ teilzunehmen. Deutschsprachige Bürger aus mehreren Ländern waren am Donnerstag eingeladen, um zu erörtern, wie eine „gestärkte europäische Zukunft“, so die Einladung, erreicht werden kann.

Popp, seines Zeichens Chef beim Landwirtschaftsverband LHN, sprach anschließend von interessanten Gesprächen – und wünscht sich, wie andere Teilnehmer auch, dass der Dialog auch auf Bürger ausgeweitet wird, die der EU ablehnend gegenüberstehen, um deren Beweggründe zu verstehen.

„Ein Tenor war: Die Leute sind unsicher, verängstigt, was die Zukunft angeht. Doch wenn die Staaten sich vernünftig benehmen, müsste das nicht so sein“, so Popp. „Viele Krisen entstehen durch Misstrauen und Intoleranz anderen Haltungen gegenüber. Da geht es darum, zuzuhören, was die Leute besorgt, warum die Wahlbeteiligung bei Europawahlen so niedrig ist, was müssen wir besser machen“, meint er.

Die Ergebnisse der Dialog-Treffen sollen im Mai 2019 dem Präsidenten der Europäischen Kommission und den EU-Staats- und Regierungschefs vorgelegt werden. Doch es gehe gar nicht nur darum, die Politik mit Ideen zu versorgen, sagt Popp. „Das ist zweigleisig, denn worüber viel gesprochen wurde, war, dass die EU auch Botschafter braucht. Ich habe jetzt auch einen besseren Zugang und kann Kandidaten zur EU-Wahl damit konfrontieren“, sagt er.

Dazu könne auch im Schulunterricht noch viel mehr darauf eingegangen werden, was die EU den Bürgern zu bieten habe, so Popp.

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