Schulende

Es muss nicht immer Aarhus oder Kopenhagen sein

Es muss nicht immer Aarhus oder Kopenhagen sein

Es muss nicht immer Aarhus oder Kopenhagen sein

Nolde
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Odense: Süddänemarks Uni-Hochburg. Foto: Kim Wyon/VisitDenmark

Viele Abiturienten zieht es in die beiden dänischen Großstädte – aber nicht alle, wie die Nordschleswigerin Kathrine Andresen Petersen erzählt.

Nach dem Abitur in Nordschleswig die Koffer packen und studieren – gern in Aarhus, noch lieber in Kopenhagen. Häufig trifft dies zu, fragt man Abiturienten am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig nach ihren Plänen, wenn sie im Haus Nordschleswig feierlich verabschiedet werden.

Eine Untersuchung von Epinion im Auftrag des Deutschen Schul-und Sprachvereins für Nordschleswig (DSSV) ergab, dass 25 Prozent der Abiturienten (Jahrgänge bis 2014) nach Deutschland gehen, ein weiteres Viertel sich außerhalb von Nordschleswig in Dänemark ansiedelt und 15 Prozent Dänemark den Rücken kehren. Nur ein Viertel bleibt in der Heimat.

Kathrine Andresen Petersen stand vor zwei Jahren auf der Treppe, die zum Haus Nordschleswig führt, wo eines der letzten gemeinsamen Bilder aufgenommen wird; ihr Weg führt sie nicht in diese beiden Städte. Sie wird an der Syddansk Universitet (SDU) studieren, in Odense.

Kathrine Andresen Petersen
Kathrine Andresen Petersen will Ärztin werden. Foto: Privat

Viele der Freunde bleiben in Süddänemark

Dabei steht ihr ein langer Weg bevor: drei Jahre Studium bis zum Bachelor, drei weitere bis zum Master, ein Jahr Praktikum und fünf Jahre Spezialisierung. Dann ist sie Ärztin. Die Zeit nach dem Abitur hat sie genutzt, um zu reisen und um zu arbeiten – unter anderem in einem Pflegeheim in Nordschleswig, auch als Vorbereitung für ihr Wunschstudium Medizin. Sie sagt: „Gern hätte es auch Aarhus sein können, dort wohnen viele aus Nolde, meinem Heimatort, und Bülderup-Bau, aber Odense ist auch okay.“

Aus ihrem Freundeskreis seien viele in Süddänemark geblieben, aber ebenso viele zog es in die großen Städte Dänemarks. „Es teilt sich mehr oder weniger auf“, berichtet Kathrine Andresen Petersen. Von ihren Mitschülern seien einige wieder zurück nach Deutschland gegangen. Überraschenderweise sagt sie: „Viele meiner Schulkameraden wohnen weiterhin in Nordschleswig, studieren an der SDU oder machen eine Ausbildung.“

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