Nach Zugunglück mit acht Toten

Erstes Unternehmen darf wieder Taschenwaggons einsetzen

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Foto: Martin Lehmann/Ritzau-Scanpix

Nach dem umfassenden Verbot vor drei Tagen konnte die Firma Hector Rail AB nun nachweisen, dass ihre Waggons sicher sind. Die Behörden gaben deshalb grünes Licht.

Seit drei Tagen ist es auf dänischen Eisenbahnstrecken verboten, sogenannte Taschenwagen, auf denen Lkw-Trailer transportiert werden, einzusetzen.

Für das Transportunternehmen Hector Rail AB gilt dieses Verbot seit Freitag nicht mehr. Das teilten die Verkehrs- und Baubehörden mit.

Nach dem verheerenden Zugunglück auf der Brücke über den Großen Belt, bei dem am 2. Januar acht Menschen ums Leben gekommen waren, hatten die Behörden Anfang der Woche mit sofortiger Wirkung ein Verbot für diesen Gütertransporttyp ausgesprochen.

Notwendigen Unterlagen eingereicht

Hector Rail ist seitdem die erste Firma, die Taschenwaggons wieder einsetzen darf. Das Unternehmen konnte alle notwendigen Kontrollunterlagen einreichen, die belegen, dass der Verschlussmechanismus an den Waggons sicher ist. Aus diesem Grund haben die Behörden grünes Licht gegeben.

Man habe mit Zufriedenheit zur Kenntnis genommen, dass alle möglichen Kontrollen am Verschlussmechanismus durchgeführt wurden und diese in der Praxis einwandfrei funktionieren, schreibt die Verkehrsbehörde auf ihrer Homepage.

Neues Tempolimit

Anfang der Woche wurde zudem eine neue Geschwindigkeitsbegrenzung für Gütertransporte über Brücken bei erhöhten Windverhältnissen vorgeschrieben.

Künftig beträgt die Grenze bei Gütertransporten mit windanfälliger Ladung 80 km/h – wenn die Windstärke über 15 Meter pro Sekunde steigt. Ab 20 Metern pro Sekunde sind Transporte mit windanfälliger Ladung verboten – ab einer Windstärke von mehr als 25 Metern pro Sekunde wird künftig jeglicher Gütertransport eingestellt.

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