Austausch

DGN-Schüler lernen lernend Europa kennen

Jan Peters
Jan Peters Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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40 Schüler aus fünf Nationen – darunter Schüler des DGN aus Nordschleswig Foto: Privat

Fünf Schüler des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig machten sich auf nach Varna, Bulgarien. Ihre Aufgabe: Spiele erfinden und Kulturen erleben.

Varna hieß das Ziel von fünf Schülern des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig (DGN). In der bulgarischen Stadt nahmen sie eine Woche lang, begleitet von Schulleiter Jens Mittag, an einem von der EU geförderten Erasmus-Plus-Projekt teil. Zusammen mit 35 anderen Schülern aus dem Gastgeberland, Italien, Deutschland und Ungarn haben sie an den Vormittagen Spiele erfunden. Doch es waren nicht irgendwelche Spiele, die erst als Ideen auf einem Blatt Papier zum Leben erweckt und später zu einem richtigen Spiel weiterentwickelt wurden. Das Ziel für die jungen Erfinder hieß nämlich, ein Spiel zu entwickeln, mit dem bulgarische Schüler mit dem Fach „Deutsch als Fremdsprache“ Vokabeln lernen können.

„Und es gab wirklich super Ideen. Eine davon ist zum Beispiel das Emoji-Raten. Dabei werden Wörter durch sogenannte Emojis ersetzt, und aus zwei der Emojis wird ein Wort in deutscher Sprache zusammengesetzt. Das musste dann erraten werden“, erzählt Jens Mittag.

Mit der teilnehmenden Schule aus Ungarn hatten DGN-Schüler schon vor dem Projektstart Kontakt, und „wir wollten die Zusammenarbeit gerne fortsetzen“, erklärte Mittag. Mit finanzieller Unterstützung der EU bekommen die jungen Menschen einzigartige Erfahrungen und lernen Europa und Teile der europäischen Kulturen kennen.

Europa zeigen

Das ist das Hauptziel des Erasmus Plus-Projekts. „Da wir für die Durchführung des Projektes von der EU Geld bekommen, ist es eine Möglichkeit, den Schülerinnen und Schülern am DGN eine bleibende Erfahrung zu bieten, die darüber hinaus unseren Etat nahezu nicht belastet. Auch für die Schüler kostet die Reise nahezu nichts. Darüber hinaus finde ich die Idee, den, Schülern Europa zu zeigen richtig. In Zeiten, in denen Grenzen wieder eingeführt werden und Vorurteile zunehmen, ist die einzige Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, Bekanntschaften unter den jungen Menschen in Europa zu schaffen. Eine direkte Begegnung in freundschaftlichem Rahmen ist der beste Weg, gegen Vorurteile anzuarbeiten und Akzeptanz zu schaffen. Für die Schülerinnen und Schüler ist die Teilnahme an der Reisewoche hoffentlich ein Highlight in der Gymnasialzeit, wie eine Klassenfahrt“, hofft Mittag.

Kennenlernen

Eine zweite Ebene ist das gegenseitige Kennenlernen der Schulpraxis in den verschiedenen Ländern. Besonders sei den DGN-Schülern der schlechte Zustand der Schulgebäude und des Inventars aufgefallen. Anders ist auch die Struktur des Unterrichts. Teilnehmen konnten Schüler aus der ersten Jahrgangsstufe. Übernachtet haben die Teilnehmer bei den Schülern der gastgebenden Schule.

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