Handwerk

Aufträge über die Grenze hinweg: „Gut erkundigen“

Aufträge über die Grenze hinweg: „Gut erkundigen“

Aufträge über die Grenze hinweg: „Gut erkundigen“

Apenrade/Aabenraa
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Archivbild einer Handkreissäge im Einsatz. Foto: George Pastushok/Unsplash

Das Regionskontor rät: Handwerker aus dem Ausland sollte man unbedingt auf dänische Standards hinweisen.

Eine Badrenovierung durch deutsche Handwerker oder eine neue Terrasse gebaut von polnischen Maurern – so manch Nordschleswiger nutzt den freien europäischen Arbeitsmarkt und heuert Arbeitskräfte aus dem Ausland an. Doch was tun, wenn die Ausführung am Ende nicht dänischen Standards entspricht oder fehlerhaft ist? „Die eigenen Erlebnisse raten davon ab, Handwerker von über der Grenze zu holen“, sagt Hans Krag aus Apenrade.

Er hatte 2010 einen Handwerker aus Deutschland mit dem Auswechseln von Fassaden beauftragt. Nach Jahren zeigte sich ein Mangel, der behoben werden musste. „Folgeschäden werden bei der Versicherung des Handwerkers angemeldet. Da fangen die Querelen an. Erst nach etwa einem Jahr erkannte die Versicherung die Folgeschäden an. Als es ans Bezahlen ging, wurde alles langsam. Sachbearbeiter, Gutachter, dänischer Gutachter, deutscher Gutachter und wieder der Sachbearbeiter“, zählt Krag auf, was es so kompliziert machte.

Peter Hansen vom Regionsbüro in Pattburg kennt solche Fälle aus den Beratungen. „Es kommt hin und wieder vor, dass die Regressansprüche über die Grenze hinweg gestellt werden müssen und das ist nicht immer einfach“, so Hansen.

Prinzipiell gilt: Bevor man die Arbeiten ausführen lässt, sollte man die Handwerker auf dänische Standards hinweisen. „Um es mal so zu sagen: Wenn man in Dänemark ein Haus besitzt und Interesse daran hat, es irgendwann einmal weiterzuverkaufen, sollte man auf jeden Fall drauf achten, dass beispielsweise Standards bei der Isolierung und bei Strominstallationen eingehalten werden. Nicht alle Kabel werden gleich verlegt. Da hilft es, sich vorher gut über die Referenzen der Handwerker zu erkundigen“, so Hansen.

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