Hochwasser im Grenzland

Angekündigt und eingedämmt

Angekündigt und eingedämmt

Angekündigt und eingedämmt

Nordschleswig/Flensburg
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Die Sundgade in Sonderburg war teilweise unpassierbar, auch für Fußgänger. Foto: Ruth Nielsen

Am Neujahrstag hatte sich die Ostsee rar an den Stränden des Grenzlandes gemacht, dann kam sie zurück – und zwar reichlich.

Wasserstände von über 1,60 Meter seien schon ein recht selten und eine ernstzunehmende Angelegenheit, so der Wachleiter der Polizei in Esbjerg. Doch die Menschen an der Ostseeküste waren vorgewarnt und vorbereitet. In Nordschleswig richteten die Ostseefluten keine größeren Schäden an. In Apenrade mit einem maximalen Plus von 1,66 Meter über Normalnull um 14.50 Uhr war der Imbiss „Havnegrillen“ Südhafen gut besucht, auch wenn das Wasser den Eingang erreichte.

Sonderburg war vorbereitet

Die Straßensperrung der Bereitschaft in Sonderburg erwies sich als sinnvoll. Zwischen Ankersgade und Langbro lag die Straße unter Wasser. In Wenningbund hatte die Bereitschaft einen 800 Meter langen mobilen Deich aufgebaut, um die dortigen Ferienhäuser zu schützen, was auch gelang. In der Kommune Hadersleben machten sich die vorsorglichen Maßnahmen ebenfalls bezahlt – Pumpen und Sandsäcke verhinderten Schlimmeres.

Höchststand auf Langeland

In Flensburg setzte das Hochwasser die Schiffbrücke unter Wasser, sodass diese für den Verkehr gesperrt wurde. Am höchsten stieg das Wasser in Bagenkop auf der Insel Langeland, dort wurden 1,71 Meter über Normal gemessen. Wie TV2 berichtet, der zweithöchste dort jemals gemessene Wasserstand und ein Ereignis, das einmal in 50 Jahren auftritt. Wie die Einsatzzentrale der Polizei in Esbjerg berichtet kam in Nordschleswig keine Person zu Schaden.

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