Wahlen 2017

Æ Wahl: Die Kreuze können gesetzt werden

Æ Wahl: Die Kreuze können gesetzt werden

Æ Wahl: Die Kreuze können gesetzt werden

Apenrade/Aabenraa
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Trotz des frühen Wahlbeginns um acht Uhr, waren schon viele Stimmerechtigte auf den Beinen, um in der Sønderjyllandshalle ihre Kreuze auf die drei Stimmzettel zu setzen. Foto: Paul Sehstedt

Bis 20 Uhr haben die dänischen Bürger Zeit, ihre Kreuze bei der Kommunal- und Regionswahl zu machen. Um zum Schluss noch einmal Aufmerksamkeit zu erregen, hat sich die Schleswigsche Partei etwas ganz besonderes ausgedacht.

4.557.652 Bürger Dänemarks sind am Dienstag aufgefordert, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und ihre Kreuze bei der Kommunal- und Regionalwahl zu setzen.

Ob in Sporthallen, Versammlungshäusern oder Schulen – die insgesamt 1.387 Wahllokale im ganzen Land sind von 8 bis 20 Uhr geöffnet.

Die Schleswigsche Partei schickt 59 Kandidaten ins kommunale Rennen, acht SPler sammeln Stimmen für die Regionalwahl.

Ein letztes Mal Aufmerksamkeit erregen

Mit roten „Graffiti“-Sprüchen in Dialekt auf rund einem Drittel der Wahlplakate machte die SP ein letztes Mal in diesem Wahlkampf auf sich aufmerksam. Mit „Stem å æ smaj!“, „Æ top a æ pop“ (Jørgen Popp Petersen), „Æ borgmester“ (Stephan Kleinschmidt), „De ka æ sproch!“ und „S te æ region! (Gösta Toft) gab es eine letzte Liebeserklärung an die nordschleswigschen Wurzeln auf Sønderjysk.

Nun heißt es abwarten und die Ruhe bewahren, so SP-Parteisekretärin Ruth Candussi am Tag vor der Wahl.

Status Quo wahren

Was für die Partei ein Erfolg wäre? „Wenn wir den Status Quo wahren können, wäre das sicher als Erfolg zu werten. Dann wäre unser Stimmenzuwachs keine Laune gewesen, sondern eine Bestätigung unserer Arbeit.“

Doch mit Blick unter anderem auf Bürgermeisterkandidat Stephan Kleinschmidt in Sonderburg sei eine Hoffnung auf einen weiteren Zuwachs der Stimmen „doch nicht ganz unberechtigt“.

„Mit der ganzen Unterstützung, die er auch von außerhalb erhalten hat, könnte das klappen. Und auch ein Bürgermeister Popp in Tondern ist für uns nicht unvorstellbar“, so Candussi.

Zusammen mit dem Spitzenkandidaten der SP für die Regionswahl, Gösta Toft, wird sie heute Abend im Regionalrat in Vejle den Ergebnissen folgen. Mit dem morgigen Tag geht für unzählige Freiwillige ein intensiv geführter Wahlkampf zu Ende gehen. „Lokal ist von den Ortsverbänden- und Vorständen unheimlich viel geleistet worden. Jetzt erleben wir die Ruhe vor dem Sturm. Aber so richtig ruhig ist eigentlich keiner von uns. Es ist zu spannend.“

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