Deutsche Minderheit

75 Jahre BDN: Nun auch keine Jubiläums-Veranstaltung

75 Jahre BDN: Nun auch keine Jubiläums-Veranstaltung

75 Jahre BDN: Nun auch keine Jubiläums-Veranstaltung

Apenrade/Aabenraa
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BDN-Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen auf dem Deutschen Tag in der Tingleffer Sporthalle Foto: Karin Riggelsen

Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass der Deutsche Tag in Tingleff am 7. November erst verkleinert und dann zu einer noch kleineren Jubiläums-Veranstaltung reduziert wurde. Nun folgt das endgültige Aus.

Die Jubiläums-Veranstaltung als Ersatz für den Deutschen Tag, der am 7. November in Tingleff (Tinglev) hätte stattfinden sollen, fällt ebenfalls aus. Grund ist die angespannte Corona-Lage. Der Hauptvorstand des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) hat dies auf Vorschlag der BDN-Spitze beschlossen. Dies bestätigte BDN-Generalsekretär Uwe Jessen am Dienstag. Auch der Ersatz für die Sankelmarktagung auf dem Knivsberg wird nicht stattfinden.

Im Hinblick auf die steigenden Corona-Infektionen wurde bereits Ende September der Umfang des Deutschen Tages massiv zusammengestrichen. Geplant war, im Rahmen einer Jubiläumsveranstaltung das 75-jährige Bestehen der Bundes Deutscher Nordschleswiger zu feiern – mit 50 Personen.

Vertragsunterzeichnung

Ein Höhepunkt hätte dann die feierliche Unterzeichnung des vierjährigen Zuwendungsvertrages mit dem Land Schleswig-Holstein sein sollen. 2,1 Millionen Euro soll es jährlich aus Kiel geben. Uwe Jessen hoffte damals, vor einigen Wochen, dass es zu einer Unterzeichnung mit dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU) kommt.

Nun sieht es so aus, als ob Hinrich Jürgensen, Hauptvorsitzender des BDN, nach Kiel fahren wird, um dort in noch kleinerem Rahmen den Vertrag zu unterzeichnen. Am Telefon sagte Jürgensen dem „Nordschleswiger“: „Es ist sehr, sehr schade, dass nun selbst die reduzierte Form nicht stattfinden wird. Es gibt jetzt so viele Fragezeichen. Man plant, man plant neu, und dann wird es trotzdem nichts. Es ist frustrierend“. Dies gehe allen in der Minderheit, die Veranstaltungen planen, so. Es sei für alle mühsam.

Jürgensen: Sicherheit geht vor

Auch wenn die Jubiläumsveranstaltung vorwiegend eine Veranstaltung im Sitzen gewesen wäre, und sie daher eventuell doch durchführbar wäre, sei es besser sie abzusagen so Jürgensen. „Sicherheit geht vor, wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen.“ Es sei auch fraglich, ob in der angespannten Lage Gäste gekommen wären.

Da die Lage so unsicher ist, will Generalsekretär Uwe Jessen auch keine Aussage darüber treffen, ob der Deutsche Tag nachgeholt werden kann. Ihm ist aber bewusst, das dieser Tag für die Menschen in der Minderheit wichtig ist – nicht zuletzt wegen des Austausches bei Kaffee und Kuchen sei dieses Erlebnis Online nicht durchführbar. Die Wortbeiträge, die die Festredner am 7. November hätten halten sollen, sollen nun in der WIR-Beilage erscheinen.

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