Umwelt & Natur

Trotz Regulierung: Zahl der Wildschweine unverändert

jv.dk/jt
Nordschleswig
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Ein Wildschwein-Frischling. Foto: DN-Archiv

Obwohl in diesem Jahr 46 Wildschweine erlegt wurden, ist die Gesamtzahl der Tiere nicht niedriger geworden. Die Naturbehörde schätzt, dass rund 100 Wildscheine in Nordschleswig leben.

Trotz intensivierter Nachtjagd und eigens dafür eingerichteten Futterstellen ist es bisher Jägern nicht gelungen, die Zahl der Wildschweine in Nordschleswig einzudämmen. Aus Furcht vor der afrikanischen Schweinepest und einem damit verbundenen möglichen Zusammenbruch des dänischen Schweinexportes wurden, zusammen mit einem geplanten Wildschweinzaun, diese Initiativen ergriffen.

Die Naturbehörde, deren Aufgabe es ist, die Tiere zu überwachen und zu regulieren, schätzt, dass derzeit rund 100 Wildschweine in Nordschleswig leben. Demnach ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

„Wir stellen fest, dass im Laufe des Jahres mehr Schweine hinzugekommen sind. Wir haben zwar 46 Tiere getötet, aber zugleich vermehren sich die Wildschweine. Hätten wir gar nichts getan, dann währen ja noch mehr Tiere hier im Land“, erklärt Inger Gillesberg, Leiterin der Naturbehörde für Nordschleswig, zu JydskeVestkysten.

Sie schätzt, dass die Zahl der Wildschweine in den Wintermonaten fallen wird. Unter anderem, weil im Winter die Futterplätze für die Jäger nützlicher werden. „Im Frühjahr und in den Sommermonaten finden die Tiere viel Nahrung in der Natur. Das ändert sich im Winter“, so Gillesberg.

Möglicher China-Export

Während die Wildschweine Sorgen bereiten, können sich die Schweinebauern in Dänemark über Aussichten auf einen steigenden Export nach China freuen. Derzeit wird das Land von der Schweinepest geplagt. Der Vorsitzende des Landwirtschaftsvereins LandboSyd, Mogens Dall, spricht auf jv.dk von Gerüchten, dass die Schweinebesatzungen in China um bis zu 50 Prozent reduziert würden. Dall meint, dass den Schweinebauern in Dänemark in Kürze ein Exportmärchen erwarte.

Er ist sich aber auch dessen bewusst, dass ein solcher Exportauftrag allein nicht die finanziellen Probleme der Landwirtschaft lösen kann. „Wenn China von der Schweinepest betroffen wird und die Preise auf Schweinefleisch ihr derzeitiges Niveau halten, dann werden die Verhältnisse in der Landwirtschaft normalisiert“, so Dall.

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