Integration am Arbeitsmarkt

Ziel: Höhere Beschäftigung

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Tondern/Tønder
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Daniel Weldemichael (l.) aus Eritrea erhielt nach seiner Integrations-Grundausbildung eine feste Anstellung im Verpackungsbetrieb von Finn Abild (2. v. l.). Foto: Elise Rahbek (Archiv)

Der Arbeitsmarkt in Tondern setzt darauf, Sozialhilfeempfänger und Flüchtlinge einzugliedern

In der Kommune Tondern soll in den Jahren 2019 und 2020 die Beschäftigungsrate innerhalb der Einwohnerschaft erhöht werden. Auf der jüngsten Stadtratssitzung hatte der Vorsitzende des Arbeitsmarktausschusses, Jan Voss Hansen (DF), als Eckpunkte des Einsatzes die Eingliederung von Sozialhilfeempfängern ins Arbeitsleben genannt.

Die Hauptrolle spielt dabei weiterhin das Tonderner Jobcenter, das im vergangenen Jahr von nicht weniger als 6.500 Personen in Anspruch genommen wurde, so Voss Hansen.

Der Kommunalpolitiker erklärte, dass es organisierte Kontakte zwischen „400 Personen, die am Rande des Arbeitsmarktes stehen, und Arbeitgebern“ gegeben habe. „Zum Glück ist es gelungen, mehr und mehr Langzeitarbeitslosen zu einem Job zu verhelfen“, so der DF-Politiker, der als weiteren Schwerpunkt die Aus- und Fortbildung von Einwandererfrauen nannte.

Es ist schön, aus dem Munde eines DF-Politikers Positives zum Thema Integration zu hören.

Thomas Ørting Jørgensen

200 Personen sollte bis 2020 zu einem Arbeitsplatz verholfen werden. Diese Angaben veranlassten Thomas Ørting Jørgensen (Borgerlisten) zu einem Lob. „Es ist schön, aus dem Munde eines DF-Politikers Positives zum Thema Integration zu hören“, so Ørting Jørgensen, der an die Tatsache erinnerte, dass in der Kommune Tondern in immer mehr Bereichen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften besteht.

„Wir leiden in der Kommune an Entvölkerung“, so Ørting Jørgensen und unterstrich die Notwendigkeit, das vorhandene Arbeitskräftepotenzial besser zu nutzen.

Im Beschäftigungsplan wird auch das Thema Erwachsenenlehre aufgeführt. So könnten sich auch ältere Personen eine bessere Position auf dem Arbeitsmarkt in der Kommune verschaffen und zugleich heimischen Unternehmen zu oft dringend gesuchten Mitarbeitern verhelfen.

Die Kommune muss beim eigenen Beschäftigungsplan Vorgaben des zuständigen Ministeriums erfüllen. Dazu zählen Maßnahmen Flüchtlinge und Einwanderer so in den Arbeitsmarkt zu integrieren, dass diese sich selbst versorgen können. Auch wird verlangt, dass die Kommunen Sozialbetrug und Fehlauszahlungen bei der Sozialhilfe bekämpfen.

In Tondern hat man sich verständigt, sich besonders intensiv um Personen zu kümmern, die Krankentagegeld („Sygedagpenge“) beziehen. Auch Jugendliche stehen verstärkt im Fokus des Jobcenters.

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