Seth

Windpark übte Anziehungskraft aus

Monika Thomsen
Monika Thomsen Journalistin
Seth/Sæd
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Es herrschte eine rege Fraglust unter den vielen Bürgern. Foto: Monika Thomsen

Fürsprecher und Gegner der sechs Windkraftanlagen in Windtwedt ließen sich informieren und stellten Fragen.

Fürsprecher und Gegner der sechs Windkraftanlagen in Windtwedt ließen sich informieren und stellten Fragen.

Während draußen in der näheren Umgebung die Flügel der Windkraftanlagen ihre Runden drehten, stand im Treffpunkt „Laden“ in Seth der geplante neue Windpark bei Windtwedt im Mittelpunkt. Der Park mit sechs Anlagen mit einer Gesamthöhe von 150 Metern, der sich in der Anhörungsphase befindet, übte aus verschiedenen Beweggründen Anziehungskraft auf mehr als 100 Bürger aus.
„Wir streben an, dass der Plan am 29. Juni endgültig von den Politikern behandelt werden kann“, so Skydsbjerg.

Bei der Berechnung der Geräuschkulisse für die benachbarten Häuser wurden auch die kommenden weiteren Anlagen auf deutscher Seite mit einberechnet, wie Architekt Mogens Leth erläuterte. Für einige Nachbarn würde es mit dem Schattenwurf Probleme geben, dem werde jedoch automatisch vorgesorgt. Über die Möglichkeiten, wegen möglicher Wertverringerungen der Häuser Erstattung zu beziehen, informierte Camilla Rasmussen von energinet.dk. Letzte Frist für die Anträge ist der 21. Juni, 16 Uhr. Revisor Ole Vestergaard berichtete, dass bis zu vier Anlagen den Bürgern durch Anteile angeboten werden.

Lars Thomsen, Seth, hatte gehört, dass in Windtwedt 18 bis 20 Anlagen geplant seien. „Der Flächennutzungsplan lässt nur Platz für sechs Anlagen“, erklärte Skydsbjerg. „Ich bin der Überzeugung, dass die neuen Anlagen nicht in Lüdersholm zu hören sind und es dort auch keinen Schattenwurf gibt so Mogens Leth. „Ein Beitrag von einem Bürger, der 900 Meter entfernt wohnt hat für mich mehr Gewicht, als einer der 2,5 Kilometer entfernt wohnt“, antwortete der Vorsitzende des Technischen Ausschusses, Bo Jessen (V) auf eine Frage, welche Gewichtung er vornehmen würde. Morten Jacevicz wies darauf hin, dass die Lärmbelästigung bei niedriger Windgeschwindigkeit höher sei.

„Es handelt sich natürlich um eine gute Investition. Mit Respekt vor den Gegnern, ergibt sich damit auch eine gute Geldquelle für den Lokalbereich. Es ist die Wahl zwischen Pest und Cholera. Wir haben bereits Windräder, die neuen machen aber keinen großen Unterschied aus“, so Claus Hansen. Es wurden auch Bedenken wegen der Aussichtsverhältnisse in Rohrkarr laut. Einspruchsfrist ist der 30. Mai.

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