Umwelt & Natur

Weniger Paraffin an Stränden in Sicht

Weniger Paraffin an Stränden in Sicht

Weniger Paraffin an Stränden in Sicht

Röm/Rømø
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Bei der Strandmüll-Sammelaktion der Ludwig-Andresen-Schule waren im Vorland bei Ballum große Paraffin-Klumpen eingesammelt worden. Die umweltschädliche Substanz stammt aus Tankschiffen, die auf hoher See Laderäume „gereinigt“ haben. Foto: Volker Heesch

Immer wieder die Nordseestrände durch Paraffinklumpen verschmutzt worden. Auch die Strände Röms blieben nicht verschont. Doch nun gibt es Hoffnung, dass der „weißen Ölpest“ Einhalt geboten werden kann.

Während der vergangenen Jahre sind die Strände im Bereich der Nordsee und in diesem Jahr besonders auch entlang der Insel Röm und der Wattenmeerküste durch Paraffinklumpen verschmutzt worden. Die Kosten zur Beseitigung der aus Kohlenwasserstoffen bestehenden Klumpen, die an der Wasseroberfläche treibend weite Strecken zurücklegen können, sind für die Kommunen sehr lästig. Noch schlimmer sind jedoch die Belastungen für die Umwelt durch die in der Petrochemischen Industrie anfallenden Substanzen, die sich in Tanks von Dieselautos ebenso wie von Schiffen absetzen können.

Doch nun gibt es Hoffnung, dass der „weißen Ölpest“ Einhalt geboten werden kann, denn die Internationale Meeresorganisation (IMO) hat sich auf neue Vorschriften verständigt. Künftig ist es ebenso verboten, Paraffinreste nach Tankreinigungen in die See zu pumpen, wie es bereits verboten ist, ölhaltige Abwässer abzupumpen.

Das berichtet der Vorsitzende der Organisation KIMO in Dänemark, Preben Friis-Hauge, Varde. In der Umweltschutzorganisation haben sich 70 Küstenstädte und -kommunen in Europa zusammengeschlossen. Tondern ist eine davon.

KIMO hatte dafür gesorgt, dass das Thema Paraffin bei der jüngsten Zusammenkunft der IMO-Mitgliedsstaaten auf die Tagesordnung kam und Beschlüsse getroffen wurden.

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