„Tønder Erindringer“

Vergangenes aufgefrischt

Vergangenes aufgefrischt

Vergangenes aufgefrischt

Tondern/Tønder
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Die beliebte Schrift sorgte bei der Präsentation gleich für Gesprächsstoff. Foto: Elise Rahbek

Die 19. Ausgabe der Erinnerungsschrift des Lokalhistorischen Vereins ist fertig und lädt zum Stöbern in vergangenen Zeiten ein. Auch für die 20. Ausgabe sind die Planungen schon fortgeschritten.

Aufschlussreiche Einblicke in Geschichten aus Tondern, die das Leben schrieb, bietet die Erinnerungsschrift des Lokalhistorischen Vereins für die alte Kommune Tondern auch dieses Jahr. Und die 650 Mitglieder und weitere Leser können davon ausgehen, dass nächstes Jahr die 20. Ausgabe erscheint. „Das Heft für 2019 ist fast vollständig. Zwei Erinnerungen liegen fertig vor und weitere haben ihre Zusage gegeben“, kündigte der Redakteur der Jahresschrift, Anders Korsgaard Jessen, während der Präsentation an.

Zum Redaktionsteam gehört auch Knud Madsen. Die mit der Firma verknüpfte Familiengeschichte zu Papier brachte der frühere Uhrmacher und Optiker Gonde Hansen. Povl Clausen, Mögeltondern, vermittelt einen Einblick aus der Warte eines ehemaligen Lehrers an der Kommunalschule in Mögeltondern. Dort hat er 32 Jahre lang gewirkt und zwei Generationen von Schülern unterrichtet.

In Gedanken schweifen

Der einstige Mitarbeiter der Zoll- und Steuerbehörde, Uwe Petersen, Tondern, der 1936 in Stuttgart geboren wurde, lässt seine Gedanken in die Kindheit zwischen Deutsch und Dänisch zurückschweifen, als er bei seinen Großeltern in Tondern aufwuchs. Die Wiedaustadt aus seinem Blickwinkel in den 1960er, 1970er und 1980er-Jahre lässt Flemming Henningsen, Lemvig, aufleben.

Er berichtet vom Sprung von der kleinen Schule in Klautoft zur weit größeren Schule in Tondern. Seine Schwester und er wurden frühzeitig von ihrer allein erziehenden Mutter in die finanziell knapp bemessene Haushaltsführung eingeführt. Das Trio saß jeden Monat am Stubentisch, um das Geld für die festen Ausgaben in Umschlägen zu verteilen. Die frühere Archivleiterin Britta Bargfeldt berichtet unter anaderem davon, wie sie 1965 mit ihrem Mann als frisch gebackene Bibliothekarin nach Tondern kam. Einen Aufschrei gab es an ihrem Arbeitsplatz, als sie Doktor Brenner als Arzt gewählt hatte, da er Deutsch war. Also wurde dies rückgängig gemacht. Henry Madsen haucht der Kinder- und Jugendzeit der Tønder Revue Leben ein.

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