Wirtschaft

Vereinsvorstand wollte mehr, Geschäftsleute weniger

Vereinsvorstand wollte mehr, Geschäftsleute weniger

Vereinsvorstand wollte mehr, Geschäftsleute weniger

Tondern/Tønder
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Als der Einzelhandel am 1. März wieder öffnen durfte, standen die Kunden bei einigen Geschäften sogar Schlange. (Archiv) Foto: Brigitta Lassen

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Die Chefetage des Tonderner Handelsvereins hatte vorgeschlagen, dass die Läden an allen Osterfeiertagen geöffnet haben sollten. Dazu hätten sie die Erlaubnis gehabt. Doch ungefähr die Hälfte der Gewerbetreibenden wollte es anders. Daher kam es zu einem Kompromiss mit drei offenen Tagen.

Offene Geschäfte an allen fünf Osterfeiertagen. So hatte sich der Vorstand des Tonderner Handelsvereins das vorgestellt, um wieder nach einem langen Shutdown Leben in die Bude zu bekommen. In einer Mailumfrage zeigten ungefähr 50 Prozent der Geschäftsleute kein Interesse, von Gründonnerstag bis zum Ostermontag zu arbeiten. Die andere Hälfte stimmte dem Vorstand zu.

Wieder fifty-fifty

In einer zweiten Umfrage wurde ein zweiter Vorschlag ins Rennen gebracht, sodass die Geschäfte von Gründonnerstag bis Ostersonnabend von 10 bis 15 Uhr geöffnet haben sollten. Auch dieser Vorschlag teilte die Geschäftsleute in zwei gleichgroße Hälften, erklärt der zweite Vorsitzende, Peter Sørensen. Dennoch wird dieser Kompromiss durchgezogen.

Er bedauere die Entscheidung, könne jedoch auch gut mit dem Kompromiss leben. Selbst hätte er gern sein Sportgeschäft an allen fünf Tagen geöffnet. „Ich denke mir mal, alle würden sich freuen, wenn die Kasse wieder klingelt. Es hätte aber keinen Sinn gehabt, wenn nur die Hälfte der Geschäfte an allen fünf Tagen geöffnet hätte und die anderen geschlossen wären. Wir hätten aufgrund unserer grenznahen Lage alle Ostertage geöffnet haben dürfen.“

Mit Peter Sørensen gab Bürgermeister Henrik Frandsen am 1. März wieder den Startschuss für den Einzelhandel in Tondern. Foto: Erik Petersen (Handelsverein Tondern)

Daher wurde ein Kompromiss vorgeschlagen. Jetzt sollen die Geschäfte von Gründonnerstag bis Ostersonnabend von 10 bis 15 Uhr geöffnet sein. Der Vorstand unterstreicht, dass es sehr wichtig sei, zu Ostern geöffnet zu haben. Die Geschäfte mussten 75 Tage geschlossen sein und konnten erst wieder am 1. März öffnen.

Vorteil nutzen

Man müsse auch den Vorteil nutzen, dass nur Tondern und Pattburg (Padborg) als Städte direkt an der Grenze außerordentlich lange geöffnet haben dürfen. Den Geschäften würde es an Umsatz mangeln, und Ostern liege in Bezug auf Auszahlungen von Löhnen und Urlaubsgeld zeitlich strategisch günstig. Die Kunden hätten Geld auf der Tasche und sollten dieses am liebsten in Tondern ausgeben, meinte der Vorstand.

Osterlilien und Schokoeier für die Kunden

Vor Ostern würde es jetzt kräftig vermarktet werden, dass man in der Stadt an den drei Tagen einkaufen könne. Für alle Kunden solle es Osterglocken in Töpfen und Ostereier geben. Zudem würde die Stadt österlich geschmückt.


Wir wollen unsere Marketingarbeit intensivieren und können dies auch dank der Zuwendung unseres Kvickly-Supermarktes in Tondern.

Peter Sørensen, zweiter Vorsitzender des Handelsvereins

„Wir wollen unsere Marketingarbeit intensivieren und können dies auch dank der Zuwendung unseres Kvickly-Supermarktes in Tondern“, freut sich Sørensen. Im ganzen Land hat die Kette ihren Mehrgewinn für Non-Food-Artikel in den Monaten Januar und Februar an bedrängte Handelstreibende gespendet, die ihre Geschäfte nicht öffnen konnten. So wurden dann schon mal Schuhe, Klamotten, Bücher und Ähnliches im Supermarkt gekauft. Diese Aktion machten 67 Läden in ganz Dänemark mit. Der Handelsverein Tondern kann mit etwa 100.000 Kronen rechnen.

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