Renaturierung

Trockenheit erleichtert Entkrauten

Trockenheit erleichtert Entkrauten

Trockenheit erleichtert Entkrauten

Tondern/Tønder
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An der Arnau wurden bereits Abschnitte des Wasserlaufs renaturiert. Foto: Archivbild: DN

In diesem Jahr trocknen auch Wasserläufe aus, die es sonst nicht tun. Renaturierung an Arnau und Rejsby Å.

Die Dürre führt zu niedrigen Wasserständen in den vielen Wasserläufen der Kommune Tondern. „Das erleichtert uns zumindest im Gegensatz zum vorigen Jahr, als alles wegen Dauerregens durchnässt war, das Entkrauten (grødeskæring, Anm d. Red.). In diesem Jahr können die Maschinen überall gut rankommen“, meint Simon Petersen, Mitarbeiter der kommunalen Gewässerabteilung. Der Wasserpegel stehe in vielen Auen zwar tief, und in diesem Jahr würden auch Gewässer austrocknen, die es sonst nicht täten. Ein Problem sei das aber nicht.

An zwei Auen plant die Kommune große Renaturierungsprojekte mit Vergrößerung der Feuchtgebiete. Die Ländereien werden zurzeit noch landwirtschaftlich genutzt. Die Vorhaben sollen der Umwelt zugutekommen, da so weniger Stickstoff aus der Landwirtschaft in die Auen fließt. Umfasst sind 100 Hektar entlang der Arnau und 37 Hektar entlang der Rejsby Å. Die Kommune hofft auf vier Millionen Kronen für das kleine und 16 Millionen Kronen für das große Projekt aus der Staatskasse. Entsprechende Vorhaben werden zu 100 Prozent aus der Staatskasse finanziert.

Bis zum 15. September müssen die Anträge gestellt worden sein. Danach dauert es rund drei Monate, bis eine Entscheidung vorliegt. „Dann müssten die nötigen Genehmigungen eingeholt werden. Erst dann laufen die Planungsarbeiten an“, erklärt Petersen. Es müssen Verhandlungen zwecks einer Flurbereinigung mit den Landbesitzern geführt werden. Bei derartigen Naturmaßnahmen wird von einer Enteignung abgesehen. Im kleinen Projekt wären nur drei Landwirte betroffen, erläutert Petersen weiter. Aber es könnte mit Leichtigkeit bis zu drei Jahren dauern, bis die Arbeiten anfangen.

In Reisby soll die Drainage unterbrochen werden, der ursprüngliche Auverlauf soll streckenweise wieder hergestellt und die direkten Flächen zur Au sollen Naturgebiet werden.
Mit einer Renaturierung und höherem Wasserstand soll des Probles im Bereich der Arnau beigekommen werden. Auf feuchten Flächen sorgen Bakterien für den Abbau von Nitrat, womit auch der Stickstoffgehalt fällt. Davon landet dann weniger im Wattenmeer.

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