Neuansteckungen

Tondern ist wieder eine rote Corona-Kommune

Tondern ist wieder eine rote Corona-Kommune

Tondern ist wieder eine rote Corona-Kommune

Tondern/Tønder
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Es gibt wieder mehr Corona-Infizierte in der Kommune Tondern. Foto: Region Syddanmark

Nachdem weniger Neuinfektionen verzeichnet worden waren, sind wieder 27 Personen mit dem Virus angesteckt worden. Das ergab nur Konsequenzen für den dänischen Kindergarten in Lügumkloster.

Erleichtert wurde in der Kommune Tondern aufgeatmet, als die Anzahl der Neuinfektionen zurückging. Doch die Situation hat sich wieder geändert. Seit dem vergangenen Wochenende ist die Kommune im Zuge der Corona-Krise wieder zur roten Kommune geworden. 27 Personen haben sich im Laufe der vergangenen sieben Tage mit dem Virus angesteckt. Der Inzidenzwert stieg damit von unter 20 auf 70.

Vor zwei Wochen ließen sich 769 Bürger im mobilen Testzentrum testen. Foto: Archiv: Elise Rahbek

Die meisten der Infektionen wurden in kommunalen Einrichtungen verzeichnet. Nur im dänischen Kindergarten in Lügumkloster (Den Danske Børnehave ) führte eine Ansteckung einer Einzelperson, die am Sonnabend positiv auf Covid-19 getestet worden war, dazu, dass drei Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen und acht Kinder zu Hause bleiben mussten.

Herbstferien: Kein enger Kontakt

Die drei anderen Fälle wurden in der Oberstufenschule (Overbygningsskole), in der Unterstufenschule (Grundskole) und in der Ungdomsskole gemeldet. Der älteste Schüler wurde am Freitag positiv getestet. Er hatte während der Herbstferien keinen Kontakt mit anderen Jugendlichen der Schule. Gleiches galt für ein jüngeres Kind, das am Sonnabend positiv auf Covid-19 getestet wurde. Die Schule teilte am Montag mit, dass zwei Schüler und ein Lehrer infiziert worden sind, schreibt jv.dk.

Dennoch glimpflich, trotz einer Ansteckung, verlief der positive Test eines/einer Mitarbeiters/Mitarbeiterin der Ungdomsskole. Denn die Person hatte sich aber während der Herbstferien gar nicht in der Kommune aufgehalten.

Jeder trägt Verantwortung

Der Anstieg veranlasste am Montag Bürgermeister Henrik Frandsen, den Bürgern ins Gewissen zu reden. Jeder müsse Verantwortung übernehmen. Abstand halten gelte nicht nur im Alltag, sondern auch während der Freizeit. Die Herbstferien seien dafür ein wichtiges Indiz. Vor zwei Wochen ließen sich 769 Bürger vor dem Rathaus testen.

Für die Kommune bedeutet der Anstieg bei der Zahl der Angesteckten, dass so viele Verwaltungsmitarbeiter wie möglich weiter von zu Hause arbeiten. Trotz der 27 Neuansteckungen werden alle kommunalen Funktionen aufrechterhalten. Sitzungen werden, wenn möglich, als Videokonferenz abgehalten.

Mobiles Testzentrum

Die Teilnahme an Kursen und Fortbildung werde verschoben. Die Kommune verzichtet weiter auf die Durchführung von Großveranstaltungen in ihrer Regie. Gleichzeitig würde mit der Region Süddänemark daran gearbeitet, dass in dieser Woche wieder ein mobiles Testzentrum in die Kommune kommt, erklärt Frandsen.

Der Corona-Krisenstab im Rathaus hat also während des Wochenendes viel zu tun gehabt. „Wir stehen im täglichen Kontakt mit der Behörde für die Sicherheit der Patienten (Styrelsen für Patientsikkerhed), um die Ansteckungswege zurückzuverfolgen“, erklärte Jan Præstholm, Direktor der Verwaltung für Kinder und Schulen.

Sobald man sich in unmittelbarer Nähe zu einem Angesteckten/einer Angesteckten aufgehalten habe, würde man benachrichtigt. Diese Personen würden in häusliche Quarantäne geschickt und aufgefordert, sich testen zu lassen. Obwohl kein enger Kontakt stattgefunden habe, man aber wegen einer möglichen Ansteckung beunruhigt sei, könne jeder Zeit getestet werden, unterstreicht Præstholm.

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